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Unschuld und uns Beweggründen handle, deren die Engel sich nichthatten schämen dürfen — stand Mand noch aus demselben Fleckchen, woMike sie verlassen hatte; neugierig drehte sic die kleine Dose zwischenden Fingern, bis sie zufällig die Feder berührte und der Deckel anf-sprang. Einen Blick auf den Inhalt zn warfen, war natürlich und ge-schah so unwillkürlich, daß sie sich unmöglich zuvor besinnen konnte.
Nichts als ein Stückchen weißes Papier war sichtbar; dasselbewar niedlich znsamniengefaltet und so in die Dose gedrückt, daßes gerade den inneren Raum ansfüllte. „Bob hat geschrieben,"dachte Mand; „doch wie war ihm das möglich? — es war jafinster, und er hatte weder Feder noch Papier."
Ein zweiter Blick machte diese Vermnthung noch unwahrschein-licher, denn das Papier hatte einen Goldrand, und war von jenerGattung, wie es zu Billcten gebraucht wird, und in der Mühle oderin seiner eigenen Tasche sich wohl sehr schwerlich »orgesundcn habenmochte. „Es muß aber dock ein Brieschen sein," so fuhr's ihrdurch den Sinn, „und natürlich war es dann geschrieben, ehe erdas Blockhaus verließ, sehr wahrscheinlich, ehe er überhaupt da-selbst anlangte, vielleicht sogar das Jahr zuvor, als er davonsprach, daß diese Dose das große Geheimnis; seines Lebens enthalte.
Wie sehnte sie sich jetzt wieder nach Mike, so unverständlich,täppisch und unzusammenhängend auch seine Mittheilungcn gewesenwaren; wie gerne hätte sie ihn noch genauer um die eigentlichen Worteseines Auftrags befragt! „Vielleicht," dachte sie, „wünschte Bob über-haupt nicht, daß ich die Dose öffne, und wollte blos, ich sollte sieanfbewahrcn, bis er sie bei seiner Rückkehr wieder einfordere. Sieenthält ein großes Geheimnis;, und daraus, daß er dieses Geheim-nis; den Indianern vorznenthalten wünscht, folgt darum nock nicht,daß er es mir zu enthüllen beabsichtigt. Ich will die Dose wie-der schließen, und sein Geheimnis; wie ein eigenes bewahren."
Gesagt, gcthan. Mit einem Drucke schloß sich der Deckel, undMand hörte mit Schrecken das Einschnappen der Feder. Kaum