Druckschrift 
16 (1853) Wyandotté oder das Blockhaus : eine Erzählung
Entstehung
Seite
291
Einzelbild herunterladen
 

291

Und habt ihr mm wirklich etwas gesehen, was euch für soviele Gefahr belohnt hätte?" fragte Mand,-doch erst, nachdemeine beträchtliche Panse ihre Verlegenheit verrathen hatte.

Wir überzeugten nns, daß die Wilden ihre Jener verlassennnd keine einzige Hütte betreten hatten. Ob dies; mir geschah, mnnns irre zn führen, oder ob ihr Rückzug eben so plöhlich nnd un-erwartet, wie ihr Einfall selber war darüber sind wir nochvöllig im Dunkeln. Mein Vater fürchtet übrigens Vcrrätherei,während es mir, offen gestanden, eben so wahrscheinlich vvrkommt,daß Ankunft wie Abgang durchaus nur dem Zufälle znznschreibensind. Die Indianer sind allerdings in Bewegung, denn unsereAgenten zeigen sich, wie man weiß, geschäftig unter ihnen; es istaber keineswegs eben so klar, daß unsere Indianer KapitänWillonghby, oder Sir Hngh Willonghby, wie mein Vater imHauptgnartiere genannt wird belästigen wollten."

Haben die Amerikaner nicht gleichfalls Indianer auf ihrerSeite, die uns einen so schlimmen Streich spielen konnten?"

Ich glaube nicht. Es liegt im Interesse der Rebellen, dieWilden vom Kampfe fern zn halten; sie sehen so Viel auf'sSpiel, daß diese Art der Kriegführung schwerlich nach ihremGeschmack sein dürfte."

Und dürsten etwa die königlichen Generale oder MinisterGefallen daran finden, Bob?"

Vielleicht nicht, Mand. Ich vertheidige es nicht habe aberbisher genug von Krieg nnd Politik gesehen, mn zn wissen, daßman immer mehr die Resultate, als die Prinzipien im Auge hat.Ihre Ritterlichkeit, Nachgiebigkeit, ihre Tugend nnd ihr Rechtsind Worte, die man sehr häufig hört, aber nur sehr selten durchThaten rcpräsentirt sieht. Der Sieg das ist das letzte Ziel!die Mittel dazu ändern sich mit dem Gegenstände."

Und wo bleibt dann Alles, was wir mit einander gelesenhaben? - Ja, mit einander, Bob! denn ich bin dir für die

IS