Druckschrift 
16 (1853) Wyandotté oder das Blockhaus : eine Erzählung
Entstehung
Seite
289
Einzelbild herunterladen
 

289

nicht, wie es kam, aber sic fühlte sich gedrungen, Bob anzndeu-ten, daß sie nicht ans eigenem Antrieb gekommen sei.

Die Mutter ist wohl und durchaus nicht in Unruhe," erwiedertesie.Sic und Benlah sind um den kleinen Eoert beschäftigt, dersich brüstet und mit den Fersen stampft, als ob er, ganz wie csdem Sohne eines Soldaten geziemt jegliche Gefahr verachte,was sogar mich höchlich belustigte, wenn sic mich gleich der Ge-fühllosigkeit für seine Vorzüge beschuldigen. Meine Mutter glaubte,du konntest dich verlassen fühlen oder mit Einem von uns ver-kehren wollen deßhalb befahl sic mir, heraufzugehen und michnach deinen Wünschen zu erkundigen."

Und solch' ein Geheiß war bei dir nöthig, Maud? Seitwann bedarf es eines Befehls, um dich zu meinem Tröste hcr-beiznführcn?"

Das ist eine Rechnung, die ich noch nie angestellt habe, Bob,"gab Mand mit leichtem Erröthen und freimüthig lächelnd zurAntwort, so daß ihren Worten jeder Stachel benommen wurde;mau sollte meinen, junge Mädchen könnten eine passendere Be-schäftigung finden. Ich führte dich doch gestern Abend treulichnach dem Blockhaus, das wirst du selbst zngeben, und ein solcherDienst sollte dir für jetzt genügen. Meine Mutter aber sagt mir,wir hätten besondere Ursache, uns über dich zu beklage», weildu, nachdem wir uns zur Ruhe begeben, so gedankenlos deinVersteck verlassen habest, und wie ein unbesonnener Knabe imThale herumgeschlcndert seiest!"

Ich ging mit meinem Vater, und konnte doch in keiner bes-serem Gesellschaft sein."

Hat er oder du die Veranlassung dazu gegeben, Bob?" fragteMand kopfschüttelnd.

Ehrlich gestanden cs war gewissermaßen mein Werk. Esschien mir so unmilitärisch, daß zwei erprobte Krieger sich ein-schließe» lassen sollten, ohne wenigstens zu wisse», was ihre FeindeWymidortß. 19