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16 (1853) Wyandotté oder das Blockhaus : eine Erzählung
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Vater eine Botschaft zu senden. Geh' also, theures Mädchen,und hilf den armen Bob munter erhalten."

Für Mand welch' ein Anstrag! Dennoch ging sie ohneZaudern, ohne Aufschub, denn die Gewohnheiten ihrer Kindheitließen sich durch die natürlichen und ausschließlicheren Gefühleihrer späteren Jahre nicht gänzlich überwältigen. Sie konnte beieinem Manne, de» sie so lange als Bruder berrachtet hatte, nichtganz dieselbe Zurückhaltung, dasselbe Mißtrauen in sich selbstempfinden, wie dies; bei einem fremden Jünglinge, für den sie dasgleiche Interesse, wie für Robert Willonghby gefühlt hätte derFall gewesen wäre. Mand gehorchte also ohne Zögern: einBefehl von ihrer Mutter war für sie Gesetz, und sie kannte keineVerschämtheit, keine Zurückhaltung, sobald es galt, zu BobsZufriedenheit oder Glück Etwas beizntragen.

Ihre Gegenwart war für den jungen Mann, der sich imBibliothekzimmcr befand, in der That eine große Erleichterung.Seine Gehilfen standen als Schildwachen außen, um alle Ein-dringlinge abzuhalteu, so daß er ganz allein, seiner Unruhe undBesorgnis; überlassen war. Mit seinem Vater konnte er blosmittelst Boten verkehren, und der Theil des Gebäudes, den ereinnahm, stand mit dem Hofe nur durch eine einzige, neben de»Speisekammern gelegene Thüre in Verbindung, wo O'Hearn alsPosten ansgepflanzt worden war.

Das ist gütig und ganz deiner würdig, theucrste Mand,"rief der junge Mann, indem er des Mädchens Hand mit seinenbeiden ergriff und zärtlich drückte, wobei er sonderbarer Weiseunterließ, sie auf die Wange zu küssen, wie er bei Beulah ganzgewiß gcthan haben würde.Das ist gütig und ganz deinerwürdig; jetzt werde ich wenigstens Etwas von dem Befinden derFamilie erfahre». Wie geht es meiner Mutter?"

War es natürliche Sprödigkeit oder sogar Koketterie, die, ohnedas; sie es merkte, in ihre Antwort mit eiuffoß Mand wußte