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16 (1853) Wyandotté oder das Blockhaus : eine Erzählung
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Salonschönheit sie mit Recht hätte beneiden dürfen. Trotz ihrerjetzigen Zurückgezogenheit war ihr Anzug dennoch ihrem Range an-gemessen einfach, aber von jenem feinen Geschmack, in welchem derSinn einer gebildeten Dame sich ansspricht. Hierin besonders hatteMaud von jeher strenge beobachtet, was sie sich selbst schuldig war,nnd seit vollends eine zufällige Aeußernng Robert Willoughby's ihrvcrrathen, wie sehr er diese Eigenschaft an ihr schätze, hatte sie mehrals alle Andern ans ihre äußere Erscheinung gehalten.

So erreichte denn Mand in ziemlich melancholischer Stimmungden oben beschriebenen Felsen und ließ sich daselbst ans dem ein-fachen Sitze nieder; de» Hut legte sie bei Seite, »m sich vom kühlenHanche des Windes die brennenden Wangen fächeln zu lassen. DieAussicht ans das liebliche Panorama zu ihren Füßen gewährte ihrein Vergnügen, das jedesmal wieder neuen Reiz für sie hatte. Alsob die ganze Landschaft ausdrücklich für sie in alle ihre Anmnth sichgekleidet hätte, spielten die Sonnenstrahlen lieblich über die grünenWiesen und reichen Kornfelder, nnd hüllten Alles, selbst die ver-längernden Schatten, in einen weichen, zauberischen Duft. Ver-größere Theil der Bevölkerung befand sich im Freien; die Männerbeschlossen ihr Tagewerk ans den Feldern, Frauen nnd Kinder saßenim Schatten nnd waren emsig mit Nadel nnd Schwungrad be-schäftigt, so daß das Ganze das treffendste Bild eines friedlichenLandlebens darstellte, wie ein Dickster es mit Begeisterung besingenoder ein Künstler mit dem Pinsel verherrlichen würde.

Und ruhig unterm Strahl der SonneDie Landschaft lächelt, Thal und Hügel ruhen,

Und schweigend breitet sich der blaue Aether drüber.

Die verschwundene Lerche.

Ach, wie schön!" dachte Mand.Warum können sich dieMensche» nicht mit solchen lieblichen Natnrscenen begnügen, warumeinander nicht liebe» und friedlich zusammen leben, wie Gottes Ge-setze es gebieten? Dann dürsten wir Alle hier glücklich bei einander