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Gesinnung des Eigenthümers doch nicht so ganz traute, so be-gnügten sich die Behörden, die Kolonie in Ruhe zu lassen, voraus-gesetzt, daß sie sich selbst zu schützen im Stande wäre.
Joel Strides, sowie der Müller, waren trotz ihres vorherrschen-den Patriotismus mit diesem Stande der Dinge ganz wohl zufrieden,und zogen auch ihrerseits Frieden und Ruhe de» lärmenderen Scenendes Krieges vor. Ihre Plane hatten überdies; in der Gesinnung derBevölkerung des Thales ein Hindernis; gefunden, denn bei einer Ge-legenheit, wo sie deren Anhänglichkeit an ihren Herrn auf die Probestellen wollten, hatte sich gezeigt, das; die Leute seiner Gerechtigkeitund seines freigebigen, aufrichtigen Wesens mit größerer Liebe ge-dachten, als sich mit Beider Absichten vertragen wollte. Diese Mani-festation von Achtung zeigte sich nämlich in einer Lokalversammlnngbei der Wahl eines Repräsentanten, wobei, mit Ausnahme der bei-den Verschwörer, jedes Individuum der Kolonie seine Stimme zuGunsten des Kapitäns gegeben hatte. In der That, so entschiedenwar dieser Ausdruck ihrer Gesinnung, das; sogar Joel und der Mül-ler sich genöthigt sahen, in das „damalige Liedchen einznstimmen",und ganz gegen ihre eigenen Wünsche ihr Votum abznäudcrn.
Wer den Sommer des Jahres l770 in dem Blockhansc ver-lebte, hätte sich nicht träumen lassen, das; er in einem Landewohne, das von einer Revolution erschüttert und vom Kriegeverheert wurde. Alles schien so still und friedlich; die Wälderathmeten den Hauch erhabener Einsamkeit, die Sonne goß ihreStrahlen auf einen dankbaren, ergiebigen Boden, und die Vege-tation zeigte alle Ucppigkcit einer gütigen Natur, ganz wie inden ruhigeren Tagen der Hoffnung und des Friedens.
„Es liegt etwas Erschreckendes in der Ruhe dieses Thales,Bcnlah!" rief Maud, als sie an einem Sonntage mit ihrer Schwe-ster ans dem Fenster des Bibliothekzimmers in die athemlose Stilledes Waldes hinansschaute und auf den melancholischen Klang derKirchenglocke lauschte, welche sie zur Andacht anfforderte. „Es