„Ich hoffe, du liebst Eoert Beekman, beste, thenerste Benlah?"
„Welche Frage, Maud! Glaubst du, ich könnte mich vor GottesPriester hiustelleu und einem Manne, de» ich nicht liebe, meineTreue verpfänden? Wie konntest du jemals an meiner Liebe fürihn zweifeln?"
„Ich zweifle ja nicht. Ich bin recht thöricht, denn ich weiß,du bist so gewissenhaft, wie die Heiligen im Himmel selber, unddennoch glaube ich, Benlah, ich könnte kaum so ruhig sein »mDen, den ich liebte."
Benlah lächelte mild, fühlte aber keine weitere Unruhe. Sieverstand die Eingebungen und Gefühle ihres eigenen edlen aberruhigen Wesens zu gut, um sich selbst zn mißtrauen, und konntesich leicht denken, wie Mand unter ähnlichen Umständen wohl nichtebenso gefaßt sein würde.
„Vielleicht ist es gut, meine Schwester," gab sie lachend, abernicht ohne Erröthen zur Antwort, „daß du so entschlossen bist,dich niemals zn vermählen, denn ieb wüßte kaum einen Bewun-derer für dich zn finden, der nach deinem Sinne hingcbeud undätherisch genug wäre. Kein Einziger wollte dir letzten Winter ge-fallen, obwohl es nur eines Winks bedurft hätte, um ein ganzesDutzend zn deinen Füße» zn versammeln, und hier ist wohl Nie-mand, der noch zn haben wäre, als der liebe, gute, alte Mr.Woods."
Mand preßte die Lippen zusammen und sah sehr ernsthaftdrein, so fest war sie entschlossen, sich selbst zn beherrschen.
„Ach ja, das ist wahr," antwortete sie halb und halb im Geisteihrer Schwester, „ich finde hier keine» andern Helden, der mirhuldigen könnte, als den lieben Mr. Woods; doch ach, der Armehatte sebon einmal eine Frau, und diese heilte ihn, wie man sagt,von jedem späteren Wunsche, eine zweite zn besitzen."
„Mr. Woods! Ich wußte nie, daß er oerheirathet war. Werkan» dir das wohl gesagt haben, Mand?"