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16 (1853) Wyandotté oder das Blockhaus : eine Erzählung
Entstehung
Seite
187
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Sind denn meine Eltern nicht auch die Deinen?Ist dennnicht alle unsere Liede gemeinsam?"

»Ich schäme mich über mich selbst, Benlah. Liebere, bessereEltern hat gewiß noch nie eine Tochter gehabt, als ich. Ich schämemich meiner Worte nnd bitte dich, sie zn vergessen."

O, das will ich gerne thnn. Ich fand immer einen großen Trostin dem Gedanken, daß ich, sollte ich einmal gezwungen sein, dieHeimath zn verlassen nnd so weit wird's ja wohl noch komme»wenigstens ein so pflichtgetreues Kind wie meine Mand, bei Vater undMutter znrücklasse, ein Kind, das Beide so herzlich nnd aufrichtig liebt."

Da hast du auch richtig gedacht, Benlah. Ich liebe sie vonGrund meines Herzens! Dann hast du auch noch in anderem SinneRecht, denn ich werde mich nie vermählen, dazu bin ich sehtfest entschlossen."

Nun ja, meine Liebe, Manche sind glücklich, die sich nicht ver-mählen, glücklicher sogar als Solche, die's gethan haben. Evert hatein freundliches, männliches, zärtliches Herz, nnd wird gewiß Allemanfbieten, das weiß ich, um mich die Heimath nicht vermissen znlassen aber Mütter gibt es freilich für uns blos ein c, Mand!"

Diese gab keine Antwort, schien aber sehr überrascht, daßBenlah ihr gerade dieses sagte.

Evert hat Vater nnd Mutter so Vielerlei vorgestcllt," fuhrdie Verlobte errvthend fort,daß sie jetzt für besser halten,wenn wir uns sogleich vermählen. Weißt dn wohl, Mand, daßheute Abend festgesetzt wurde, die Trauung morgen schon statt-finden zn lassen!"

Das geht in der That sehr rasch, Benlah! Warum denn diesennerwartere Eile?"

Einzig nnd allein wegen der jetzigen Zeitverhältnisse. Ichweiß nicht, wie Evert es angefangen hat, aber es gelang ihm,meinen Vater zu überzeugen, daß wir Alle hier im Blockhause umso sicherer sein würden, je früher ich seine Gattin würde."