zu gewinnen, dann wird es nm so besser sein, je weiter wir voneinander getrennt sind."
Der Sprecher »erriech den tiefsten Ernst, und alle Anwesendenvermochten hieraus den gefährlichen Charakter eines Kampfes zuentnehmen, welcher Bruder gegen Bruder zu bewaffnen drohte.Wie ans gemeinsames Uebereinkommen nahm das Gespräch eineandere Wendung, denn Alle schienen begierig, in einem sonst soglücklichen Augenblicke Bilder so nnerfrenlicher Art ans ihren Ge-danken zu verbannen.
Der Kapitän, seine Frau, Benlah und der Obrist hielten imLause des Abends mehrere lange und geheime Berathnngen. Mandsah cs nicht ungern, daß man sie sieb selbst überließ. Der Kaplanwidmete seine Zeit der Unterhaltung von Beekmans Freunde, derin der That ein Feldmesser war, und theils zur Wahrung desScheins, theils seiner Dienste halber von Letzterem mitgenommenwurde. Die übrigen Handlanger, Jäger re. waren unmittelbarnach ihrer Ankunft in den verschiedenen Hütten der Niederlassungnntergcbracht worden.
Dießmal bemerkte Mand, als die Schwestern sich zur Ruhebegaben, daß Benlah etwas Besonderes mitzntheilen hatte. Dochwußte sie nicht, ob es für sie passend sein möchte, ihre Freundinausznfragen, und so ließ sie den Dingen ihren natürlichen Verlauf.
„Für ein Mädchen ist es doch etwas Schreckliches, Mand,"bemerkte Benlah endlich in ihrer gewohnten, sanften Weise, „neuePflichten und Verbindlichkeiten — waren cs auch die Bande einerGattin — auf sich zu laden."
„Sie sollte es nicht thnn, Benlah, wenn sie nicht für denMann ihrer Wahl jene Liebe fühlt, die sie in deren Erfüllung auf-recht erhalten wird. Deine Eltern, deine wirklichen Elternsind noch am Leben, und du mußt dies;, wie ich auch nicht zweifle,in seinem ganze» Umfange fühlen."
„Meine wirklichen Eltern! Du erschreckst mich, Mand!