umringt, und wir hoffen, nicht nur die königlichen Streitkräfteauf der Halbinsel eingeschlosse» zu halten, sondern sie sogar ganzans der Kolonie zu vertreiben."
„Das wäre eine kühne Maßregel, Mr. Beckinan! — ein sehrkecker Schritt gegen den .Kaiser'!"
„Sie müssen nämlich wissen, Deekman, daß Woods erst gesternüber des .Kaisers' Rechte predigte," fiel der Kapitän lachend ein,„und ich fürchte fast, er wird über kurz oder lang öffentliche Ge-bete für den Sieg der brirtischen Waffen anstelle»."
„Ich betete allerdings für die königliche Familie," ent-gcgnete der Kaplan hitzig, „und hoffe, dies; mein Lebenlang so zuhalten."
„Dagegen habe ich dnrchans nichts, mein thenrer Junge.Prediget für alle Stände, Feinde wie Freunde, ohne Ausnahme;betet besonders für unsere Prinzen, aber betet auch, daß die Herzenihrer Nathgeber sich wenden mögen."
Bcekman schien unruhig. Er gehörte zu einer entschiedenwhigischen Familie, und war eben in diesem Augenblick zum Obristeneines der Regimenter bestimmt, welche in der Kolonie New-Iorkausgehoben werden sollten. Er bekleidete schon früher diesen Rangin der Miliz, und Niemand zweifelte an seiner Geneigtheit, denbrittischen Streitkräften im geeigneten Augenblicke Widerstand znleisten. Er hatte sich sogar von höchst gebieterischen Pflichtenweggcstohlen, um sich noch; ehe er zn Felde zöge, des Weibesseines Herzens zu versichern. Seine Antwort sprach deshalb auchwesentlich seine jetzige Sinnesrichtung ans.
„Ich weiß nicht, Sir, ob es ganz weise ist, so willfährig fürdie königliche Familie zn beten," versetzte er. „Wir mögen ihnen,wie allen übrigen Menschen, weltliches Glück und geistlichen Trostwünschen, aber mit persönlichen, politischen Gebeten muß man inZeiten, wie die jetzigen, sehr vorsichtig sein. Hinter solchen Bittenfür den König würde man gerade jetzt etwas mehr als bloße