Druckschrift 
16 (1853) Wyandotté oder das Blockhaus : eine Erzählung
Entstehung
Seite
175
Einzelbild herunterladen
 

habe volle Freiheit, den Gebote» meines Gewissens den Ein-gebungen meiner Vernunft zu folgen."

Ja, Sir, das ist allerdings ei» Glück, wie sich nicht längnenläßt. Nur sehe ich nicht ein, wie Einer die Freiheit haben kann,die seinem angestammten Fürsten schuldige Unterthanentreue vonsich zu werfen. Was hältst du von der Sache, Mand?"

Der Major sprach dies; halb im Ernst und halb im Sester;:nur die Aufforderung am Schlüsse war ganz ernsthaft und sogaretwas ängstlich gemeint.

Mein Gefühl ist gegen Rebellion," versetzte Mand nach län-gerem Zandern;doch fürchte ich, meine Vernunft sagt mir, esgebe für uns gar keinen angestammten Herrscher. Hätte das Par-lament nicht vor hundert Jahren die gegenwärtige Familie aufden Thron berufen, nach welchem Naturgesetze wären sie dannunsere Fürsten, Bob?"

Ach, das ist wieder so ein Flug deiner reichen Phantasie,meine thenre Mand; das Parlament allerdings hat sie uns zuFürsten gegeben, und das Parlament wenigstens ist unser gesetz-licher, konstitutioneller Herr und Gebieter."

Das ist gerade der Hauptpunkt des Streites. Das Parla-ment mag allerdings sür England den rechtmäßigen Regentenabgeben wird dies; aber auch für Amerika gelten?"

Genug" fiel der Kapitän ein, indem er vom Tische anfstand,wir wollen jetzt, im Augenblicke des Abschieds, diese'Frage nichterörtern. Geh', mein Sohn; eine Pflicht, die uns einmal zu erfüllenobliegt, kann nicht früh genug erfüllt werden. Deine Vogelflintenebst Munition steht bereit, und ich werde Sorge tragen, unterden Leuten ansznsprengen, daß du in den Wäldern einige Stun-den nach Tauben jagen wollest. Gott segne dich, Bob! mögenwir auch in diesem Punkte verschiedener Ansicht sein du bistdoch mein Sohn mein einziger Sohn mein tkenrer, viel-geliebter Junge Gott segne dich für immer!"