118
gutmüthig lächelnd fort, indem er aufstand; „an Gelegenheitwird's uns nicht fehlen. Ich muß jetzt meine Leute znsammen-rnfen und ihnen die Neuigkeir mittheilcn. Es ist nicht paffend,aus einem Bürgerkriege ein Geheimniß zu machen."
„Mein thenrer Vater!" rief der Major bestürzt, „sind Sie hiernicht zu voreilig? Wäre es nicht besser, wenn Sie das Geheimnißbei sich behielten und sich noch etwas Zeit znm Nachdenken gönn-ten — die Ereignisse abwartetcn? Ich sehe nicht, wozu diese Eilenöthig wäre. Sollten sich Ihnen die Dinge später anders dar-stellen, so könnte vielleicht ein unvorsichtiges Wort, im jetzigenAugenblick gesprochen, vielen Grund zu nachheriger Rene abgcbcn."
„Das Alles habe ich mir heute Nacht überlegt, Bob — dennich habe kaum die Augen geschlossen — und du wirst mich nichtvon meinem Vorsatze abbringen. Es ist nicht mehr als billig,daß meine Leute wissen, wie die Sachen stehen; weit entfernt,Gefahr dabei zu laufen, wie du glaubst, halte ich die Maßregelsogar für weise. Gott allein weiß, was die Zukunft bringenmag: auf alle Fälle kann Offenheit Dem, der sie ansübt, wohlschwerlich Schaden bringen. Ich habe bereits Befehle ergehenlassen, daß die gcsammtc Einwohnerschaft sich mit dem Schallder Glocke auf dem Rasen versammeln soll, und erwarte jedenAugenblick, dieses Zeichen zu vernehmen."
Dagegen ließ sich Nichts cinwenden: so sanft und nachsichtigder Kapitän gewöhnlich war, so durfte man ihm doch sei» Ansehennicht streitig machen, wenn er es zu behaupten wünschte. Uebcrdie Folgen, welche diese Kundmachung für den Major haben konnte,blieben noch einige Zweifel, welche der Vater einen Angenblicklang ernstlich erwog; für den Fall nämlich, daß ein sehr patrioti-scher Geist unter den Leuten erwachte — zwei Drittthcilc derselbenwaren geborene Amerikaner, und zwar, was noch wichtiger schien,ans den östlichen Kolonien — konnte Robert zurückgehalten oderwenigstens auf dem Rückwege verrathen und in die Hände der