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bei ihr gar nicht in Betracht zn kommen brauchten, weßhalb sie sichganz dieselben Freiheiten mit ihrer vorgeblichen Schwester neh-men konnte, wie sic ihr bei einer wirklichen zngestanden wären.
Von Allen im Blockhanse war Mand die einzige, welche sichihrer wahren Geburt erinnerte, und einige der nächsten Folgendieses Umstandes in's Auge faßte. Bei dem Kapitän kam ihrzwar nie der Gedanke, daß sie nur sein Adoptivkind sei; auchMrs. Willonghby nahm in ihrem Herzen ganz die geheiligte Stelleeiner Mutter ein, und Bcnlah war in That und Gedanken einewirkliche Schwester; aber Bob hatte sich so verändert, war somanches Jahr von ihr getrennt gewesen, hatte sie auch wirklicheinmal Miß Meredith genannt — und so geschah es — wie,wußte sic selbst nicht — daß sie seit sechs vollen Jahren nichtvergessen konnte, daß er nicht ihr Bruder war.
„Was meinen Vater betrifft," fuhr Mand mit ergreifendemNachdrucke fort, indem sie sich von ihrem Stuhle erhob, „so will ichnicht sagen, ich liebe ihn, nein, a »beten, das ist das beste Wort."
„Ja, das weiß ich recht gut, Mand — die Wahrheit zn sa-gen, ihr treibt Beide eigentlich Abgötterei mit einander. Mamasagt das zuweilen, ohne auch nur im Geringsten eifersüchtig znsein, wie sie versichert. Es wurde ihr aber sehr weh thnn, Mand,wenn sie vernähme, daß du nicht eben so fiir Bob suhlst, wie wirAlle für ihn empfinden."
„Muß ich denn, Bcnlah? — Ich kann ja nicht!"
„Ob du mußt! — Warum denn nicht, Mand? Bist du auchwirklich bei dir, Kind?"
„Aber — du weißt doch — ganz gewiß — du mußt dich jaerinnern —"
„Was denn?" fragte Benlah, welche über die heftige Bewe-gung ihrer Freundin selbst ängstlich betroffen wnrdc.
„Daß ich nicht seine wirkliche — ächte — geboreneSchwester bin!"