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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
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Anzahl redncirt, nnd an gewissen Bewegungen auf seinem Verdeckkonnte der Lieutenant und sein beständiger Begleiter, der Lootse,recht wohl erkennen, daß er die beiderseitige Entfernung nur nochum etlicbe hundert Ruthen verkürzen wollte, um dann sogleichden Kampf zu beginnen.

Jetzt Alles, losgelaffen," flüsterte der Fremde.

Griffith setzte das Sprachrohr an den Mund, und rief miteiner Donnerstimme, die sogar bis zu seinem Feinde hinüberdrangAlles losgclassen Leesegcl beigesctzt Schote» zurücklaßt los laßt los!"

Dieser ermunternde Ruf wurde augenblicklich durch ein allge-meines lärmendes Treiben beantwortet; fünfzig Matrose» flogenalsbald auf die schwindligen Tops an die verschiedenen Spieren,und gleich einem mächtigen Vogel, der plötzlich seine Riesenschwin-ge» ansbrcitet, entfalteten sich jetzt die zahllosen Segel an denlhurmhohen Masten. Der Engländer bemerkte augenblicklich sei-nen Mißgriff, und rächte sich für die List durch eine donnerndeGeschützsalvc.

Griffith bewachte, während der Kugelregen über seinein Hauptehinflog, mit athcmloscm Interesse die Wirkung der feindlichen Ladung;als er aber die Masten unversehrt nnd nur wenige unbedeutende Tauezerrissen sah da beantwortete er den Geschützdonner mit wildemFrendengcschrei. Wohl sah er auch einige seiner Leute mit wahn-sinnigen Geberden an dem Takclwerke herabklimmen und gleichverwundeten Vögeln, wenn sie zwischen den Zweigen eines Baumeshernmflattern, von Tan zu Tan tiefer abwärts gleiten, bis sie mitschwerem Falle in den Ocean hinabsanken und das schweigendeSchiff in kalter Gleichgültigkeit über ihnen wegzog. Im nächstenAugenblick zeigten die Masten nnd Spieren des Feindes fast die-selbe Masse von Menschen, wie ihre eigenen: Griffith setzte aber-mals das Sprachrohr an den Mund nnd kommandirte laut:

Gebt's ihnen, Jungen; treibt sie von ihren Raaen herunter