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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
521
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Der Ruf,ein fremdes Schiff ganz nahe bei der Fregatte"war schon durch die Luken hinabgedrungen, und so kam das Schiffschon beim ersten Trommelzeichen in volle Bewegung. Die Ma-trosen sprangen aus ihren Hängematten, schnürten dieselben raschzu langen, harten Bündeln zusammen, und stürzten damit auf'sVerdeck; dort stopften sie dieselben geschickt zwischen das Takel-werk, um den untern Theilen des Schiffs mehr Schuh zu ver-leihen. Während diese lärmende Scene vor sich ging, gab Grisfithdem jungen Merry einen heimlichen Befehl, worauf dieser angen-blicklich mit seinen beiden zitternden Cousinen verschwand, um sieim untersten Ranme des Schiffs an einem sicheren Orte zubergen.

Alles, was die Bewegung des Geschützes hätte hemmen können,wurde weggeräumt, und dieses von den Sperrketten losgcbnnden.Die Schoten wurden niedergcrissen, die Geräthschaften der Ka-jüte ansgelecrt, und das ganze Kanonendeck bildete jetzt eine un-unterbrochene furchtbare Linie von Geschützen, welche alle in derKampfordnnng einer zum Gefecht vorbereiteten Schiffsbatterieaufgestellt waren. Waffenkisten standen überall geöffnet, und ansdem Verdeck lagen Piken, Hirschfänger, Pistolen und all' die ver-schiedenen Feuerwaffen in Hansen nmhergestrent. Unmittelbar dar-auf wurden die Raaen ausgehißt, und obwohl dem äußeren An-scheine nach während all' dieser Vorbereitungen eine Verwirrungund Unordnung herrschte, welche das Schiff zu einem zweiten Ba-bel zu machen drohte so geschah doch jede befohlene Vorkehrungmit einer Schnelligkeit, einer Geschicklichkeit, die wirklich an dasWunderbare gränzte. In wenigen Minuten war Alles vollendet:noch hörte man nur die Stimmen der Matrosen, welche dem Auf-ruf der Offiziere, die ihre Leute ans den verschiedenen Postenmusterten, mit Nennung ihres Namens antworteten; als auchdieses vorüber war, blieb Alles stumm, und eine Grabesruhe schienallmählig übeb das Schiff sich anszubreiten: selbst Griffith und