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Misere Fregatte nicht zu weit nach Norden verschlagen haben, somüssen wir sie jedenfalls mit dem Morgenlichte vor »ns sehen."
Diese erfreuliche Botschaft zog die Blicke der schönen Cousinengegen Osten, und lange blieben dieselben voll Entzücken ans denPunkt hin geheftet, wo die Sonne in ihrer ganzen Glorie ausder Tiefe des Meeres emporstieg. Mit dem hcraunaheudeu Morgenhatte sich ein tieferes Dunkel über den Ocean verbreitet, und die Sterneglänzten gleich funkelnden Fenerbällen am nächtlichen Himmel. Dawurde ein blasser Lichtstrcifen rings am Horizonte sichtbar, wardbreiter, dehnte sich mit jedem Augenblick, bis an dem weiten Bogendes Firmaments, das sich zuvor kaum erkennbar über die schwarzenWasser gewölbt hatte, unzählige flockige Wölkchen sich zeigten. Baldfärbte sich der strahlende Glanz, der sich gleich einer silbernenPforte am Himmelsgewölbe aufthat, mit einem zarten Anfluge vonRosenroth, das mit raschen Uebergängen in dunkle Purpurglnt zer-floß, bis ein breiter Flammengürtel die stillen Wasser umgränzte,der gegen den Zenith in immer schwächerer Färbung dahinschwin-dend, bald mit dem tiefen, klaren Blau der Luft sich vermischte,bald in stets wechselndem Schimmer über die phantastischen Ge-bilde einiger leichten Wolken hinspielte.
Während diese reizenden Verwandlungen vor den Angen derjugendlichen Bewunderer solcher Naturschöuheiten vor sich gingen,hörte man eine Stimme über ihnen fast wie vom Himmel herun-terrnfen:
„Segel! — He! Da draußen in der See liegt die Fregatte, Sir!"
»Ja, ja," rief Grisfith, „du mußt heute Morgen nur mit einemAuge gewacht haben, Bursche, sonst hätten wir dich wohl frühergehört. — Sehen Sie einmal von dem Punkte, wo der strahlendeGlanz der Sonne aufsteigt, etwas gegen Norden, Miß Plowden,dann werden Sie unser stattliches Schiff gewahr werden."
Ein unwillkürlicher Freudenrnf entfuhr Katharinens Lippen,als sie der angegebenen Richtung folgte, und zum ersten Male