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die Fregatte, freilich »och in den wechselnden Farbendünsten desMorgens, vor sich erblickte. Der schaukelnde Wogengürtel desschlummernden Oeeans, der gegen den breiten Glntstrcifen desHorizonts bald Hinanstieg, bald wieder sank, bot dem Auge nir-gends einen Punkt, der es fest gehalten hatte, und so weilte esmit Entzücke» auf den Schönheiten des einsam dahinziehendenSchiffes. In ruhiger Majestät steuerte die Fregatte langsam undnur zwei ihrer kleinere» Uutersegel im Winde entfaltend, überdie langen Wogen einher; aber ihre hohen Masten, die schwerenRaaen zeichneten sich in scharfen schwarzen Linien an dem inFeuer flammenden Horizonte, während selbst die feinsten Taue indem massenhaften Takelwerk sich haarscharf hervorhvben, undmit der Genauigkeit eines schonen, treuen Gemäldes von Spierezu Spiere sich hinzogen. Zuweilen, wenn der ungeheure Rumpfauf einer Woge empvrstieg und gegen das Himmelsgewölbe imHintergrund hinangetragen wnrde, konnte man Gestalt und Aus-dehnung des Schiffes deutlich unterscheiden; doch diese flüchtigenBlicke dauerten nicht lange, denn bald versank es wieder in dieTiefe, und seine flatternden Spieren bogen sich dabei so anmn-thig ans das Wasser herab, als ob sie dem Fahrzeug in den Ab-grund der See Nachfolgen wollten. Jcmchr das Tageslicht all-mählig sich verstärkte, die Täuschung der Farben, und zugleichmit ihr die Entfernung dahinschwand, und endlich ein Flammen-strom dem unmittelbare» Erscheinen der Sonne vorherging, destodeutlicher wurde die Fregatte sichtbar; eine Meile vom Kutter ent-fernt erschien ihr schwarzer, mit Stückpfvrten gespickter Rumpf,und zeigte die hohen, spitz zulansenden Masten in ihrer wahrenHöhe und mit den ihnen eigenthümlichen Farben.
Ans den ersten Ruf: „ein Segel!" war die Mannschaft derAlacrity durch die gellende Pfeife des Bootsmanns ans ihremSchlummer geweckt worden, und schon lange, bevor die staunendenBlicke der beiden Cousinen sich von dem bezaubernden Schauspiele,