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„Hier bin ich geboren, in niedrigem Dunkel — hier habe ich ge-lebt, und hier hoffe ich einst auch in Nnhe zu sterben," antwortetedie milde Alice. „Habe ich in den letzten Jahren außer der Freude,wie jeder Christ sie in der Erfüllung seiner täglichen Pflichtenempfindet, noch ein anderes Vergnügen genossen, so war es dieAnnehmlichkeit eures öfteren Umgangs, meine süßen Freundinnen;doch so liebe Schwestern, wie ihr, in diesem fernen Winkel desKönigreichs zu besitzen, war, wie mir scheint, ein zu köstliches Gut,um ohne schlimme Zugabe genossen zn werde», und für das frühereVergnügen tausche ich jetzt den herben Schmerz der Trennung.Lebt wohl, meine thcnren Freundinnen, seht eure Hoffnung nurans Ihn, in dessen Augen der Fürst wie der Dauer, der Euro-päer so gut wie der Amerikaner, vollkommen gleich sind, dannsehen wir uns wieder, und wäre es selbst weder hier ans dieserInsel noch auch auf eurem eigenen, weiten Kontinente."
„Dieß —" sprach Obrist Howard vortretend und freundlich ihreHand ergreifend, „ist der erste »illoyale Gedanke, den ich jemalsvon Miß Alice Dunscombe's Lippen vernahm! Läßt sich wohl er-warten, daß der Himmel verschiedene Rangstufen unter den Menschenfestsehen und dann dennoch sein eigenes Werk nicht achten sollte! —Doch leben Sie wohl, Miß Alice; hätten wir Zeit zn einer genü-genden Erklärung, so zweifle ich durchaus nicht, daß wir auch indiesem Punkte vollkommen übereinstimmen würden."
Alice schien in diesem Augenblicke den berührten Gegenstandkeiner weiteren Erörterung für würdig zu halten; denn sie erwiedertenur freundlich die Abschiedsworte des Obristen, und wandte dann ihreungetheilte Aufmerksamkeit ans ihre beiden Freundinnen. Cäcilieweinte bitterlich in den Armen ihrer hochverehrten Gefährtin; derSchmerz der Trennung mußte sich bei ihrer ohnedieß großen Auf-regung in gewaltsamen Ausbrüchen Luft machen. Katharinadrängte sich mit aller Gutmnthigkeit ihres warmen, aber ruhigerenHerzens an Alicens Seite. Immer und immer wieder umarmten