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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
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Eäcilicns flehentlichen Blick nicht beachtend, stand sie anfnnd verliestdas Zimmer. Borrvngheliffe öffnete ihr dabei die Thüre, undmährend die Dame znm Dank für diese Artigkeit sich höflich ver-neigte, begegnete» sich Beiter Blicke znm letzten Male; raschschlüpfte sie dann an ihm vorüber, »nd befand sich alsbald alleinans dem Gange. Länger als eine Minute zauderte Katharina,denn sie glaubte in jenem Blicke einen lauernden Ausdruck entdecktzu haben, der sowohl des Feindes kalte, sich selbst bewnstteSicherheit als einen geheimen Plan von seiner Seite zu verrathenschien. Langes Zandern lag übrigens nicht in ihrem Charakter,sobald die Umstände rasches Denken und Handeln von ihr ver-langten; so warf sie denn einen weiten Mantel, den sie zu dieserGelegenheit bereit gehalten hatte, um ihre schlanke Gestalt, undstahl sich vorsichtig ans dem Wohngebäude.

So sehr auch Katharina von ängstlichem Argwohn erfülltwar, das; Borroughcliffc irgend eine Nachricht erhalten habenmöchte, welche ihrem Geliebten Gefahr bringen könnte, so ver-mochte sie doch, als sie jetzt in's Freie trat und ringS um sichschaute, in den zur Verthcidignng der Abtei getroffenen Maßre-geln keine Acndernng zu entdecken, welche ihren Verdacht hättebestätigen oder sie darüber belehren können, wie sie Barnstableunterweisen sollte, die verborgene Gefahr zu vermeiden. Die ge-troffenen Anstalten waren sämmtlich »och dieselben, wie sie seitGriffiths und Manuals Gefangennehmnng beobachtet worden wa-ren. In der Ferne hörte sie den schweren Tritt der Schildwachen,die unter den Fenstern der Gefangenen ausgestellt waren, und sichdurch rasche Bewegung auf ihren Posten zu erwärmen suchten;sie blieb einen Augenblick stehen, um zu lauschen, und konnte jetztsogar das Waffengeklirr des Kriegers vernehmen, der, wie ge-wöhnlich, de» Eingang zu demjenigen Theil des Gebäudes be-wachte, wo seine Kameraden einanartirt waren.

Die Nacht war finster und wolkig, obgleich der Sturm sich