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gegen Abend so ziemlich gelegt hatte; noch wehte aber ein heftigerWind, nnd brauste zuweilen mit starkem Geräusch durch dieregellosen Gebäude der Abtei; es bedurfte daher in der That einessehr feinen Gehörs, um unter diesem tobenden Lärm selbst jenewohl bekannten Töne noch zu unterscheiden. Doch als Katharinaendlich darüber beruhigt war, das; ihre Sinne sie nicht getäuschthatten, wandte sie ängstlich den Blick nach jenem Seitenflügel, denBorrvngheliffe seine .Kaserne' nannte. Dort schien Alles so finster»nd stumm, dafi gerade diese tiefe Ruhe eine Regung der Angstin ihr hervorrief. War es wohl die Todtenstille des Schlafs, diejenes sonst so heitere, geräuschvolle Gemach jetzt eben umfing —oder war es eine Ruhe, wie sie durch Borroughcliffe's schrecklichenPlan geboten sein konnte? — Doch jetzt war keine Zeit, umlänger zu zaudern; Katharina zog den Mantel fester um ihre be-bende Gestalt, nnd ging mit leichten, vorsichtigen Schritte» nachdem bezeichnet,!» Orte.
Eben als sie sich dem Pförtchen näherte, schlug die Glockenenn Uhr; noch einmal blieb sie stehen, während die dumpfenTöne vom Winde herüber getragen wurden; sie schien zu fürchten,das; jeder Glockenschlag ein Signal sein könnte, das Borrough-cliffe's geheime Pläne enthüllen müßte. Als jedoch auch die letzteSchwingung verklungen war, öffnete sie das schmale Pförtchenund trat auf die Landstraße.
In dem Augenblicke, als sie erschien, sprang eine Männcrge-stalt hinter einer Ecke der Mauer hervor, nnd während ihr nochdas Herz vor Schrecken nnd Ueberraschnng fast hörbar pochte, fandsie sich schon in Barnstable's Armen. Nach den ersten paar Wor-ten des Entzückens über dieses Zusammentreffen theilte der jungeSeemann seiner Geliebten den Verlust des Schvoners und dieLage der am Leben Gebliebenen in aller Kürze mit.
„Und nun, Katharina," schloß er, „bist du, wie ich hoffe, ge-kommen, um mich nie wieder zu verlassen, oder wenigstens zu
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