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Der Veteran war übrigens jetzt so weit Herr seiner Gefühle ge-worden, daß er das Gespräch mit größerer Fassung fortsepcn konnte.
„Mr. Griffith," sprach er, „ich werde ganz ohne Uebereilnnghandeln — Ihr müßt Euch aber jetzt mit Eurem Gefährten ge-fälligst ans Eure Zimmer zurückziehen. Ich werde de» Sohn vonmeines Bruders Heinrich Freunde immer noch so weit in Euchehren, daß ich Euer Wort für heilig annehme. Geht, meineHerren, Ihr seid ohne Bewachung."
Die beiden Gefangenen verbeugten sich tief vor den Damenund dem Obrist und verließen das Zimmer. Auf der Schwelleblieb Griffith noch eine» Augenblick stehe».
„Obrist Howard," rief er zurück, „ich überlasse den KnabenEurer Güte und Einsicht. Ich weiß, Ihr werdet nicht vergessen,daß in seinen Adern das nämliche Blut fließt, das Euch vorallem andern so theuer ist."
„Schon gut, schon gut, Sir," antwortete der Veteran, undbedeutete ihm mit einem Winke, daß er sich entfernen sollte: „auchfür Sie, meine Damen, ist hier nicht länger ein passenderAnfcnthalt."
„Nimmermehr werde ich dieses Kind verlassen," erwiederteKatharina, „so lange eine so schreckliche Beschuldigung auf ihmlastet. Mit uns, Obrist Howard, können Sie nach Belieben ver-fahren; denn ich glaube, Sie haben die Vollmacht dazu — abersein Loos soll auch das mcinige sein."
„Mir scheint, es waltet ein Mißverständnis; in der ganzentraurige» Geschichte," sprach Borronghcliffe, und trat mitten unterdie tiefanfgeregteGruppc; „und ich hoffe noch immer, mitMäßignngund Ruhr kann sich Alles gehörig aufklärcn. — Junger Herr, Ihrhabt schon Waffen getragen, und müßt trotz Eurer Jugeud wohlwissen, was es heißt, in der Gewalt Eurer Feinde sich zu befinden."
„Nein, nichts weiß ich davon!" erwiederte der stolze Knabe;„zum ersten Mal in meinem Leben bin ich Gefangener."
„Ich spreche mit Rücksicht auf die uns znstehcnde Gewalt, Sir."