397
wären. Ich vermnthe, daß Miß Plomben im Stande sein wird,uns über die Art und Weise, wie Herr Christoph Dillon abhan-den gekommen, am besten anfznklären."
Katharina gab keine Antwort, sondern brach von Neuem inein eben so lustiges und anhaltendes Gelächter ans, wie zuvor.
„Was ist das?" rief der Obrist; „erlauben Sie mir, MistPlombe», Ihnen zu bemerken, das; ich Ihre Fröhlichkeit höchstsonderbar finde. Ich hoffe, mein Verwandter hat von keiner Seiteher einen Schimpf erdulden müssen? Mr. Griffith, unser Vertraglautet dahin, daß die Auswechslung nur unter der Bedingung zu ge-schehen hat, wenn beiveTheile gleich gnteBehandlnng erfahren haben!"
„Hat Mr. Dillon sich über kein größeres Nebel z» beklagen,als darüber, daß er von Mist Plowden anügelacht wird, dann,Sir, hat er allen Grund, sich einen sehr glücklichen Burschen zunennen."
„Weist doch nicht, Sir; bewahre der Himmel, daß ich je ver-gessen sollte, was ich meinen Gästen schuldig bin! aber die Herrenhaben diese Wohnung als Feinde meines Fürsten betreten."
„Aber nicht als Obrist Howards Feinde, Sir."
„Hierin kenne ich keinen Unterschied, Mr. Griffith. KönigGeorg und Obrist Howard — Obrist Howard und König Georg.Unsere Gefühle, unsere Lage, unser Schicksal sind, abgerechnetnatürlich den mächtigen Abstand, welchen die Vorsehung zwischendem Fürsten und seinem Volke ausgestellt, in allem klebrigen voll-kommen eins! Ich wünsche mir kein anderes Glück, als in de-müthiger Entfernung Wohl und Weh meines Monarchen zu thcilen!"
„Zn keinem von beiden könnten Sie sich dnrch die Gedanken-losigkeit von uns Mädchen anfgcfordert fühlen," fiel Cäcilie ein;„aber hier, Sir, kommt Jemand, der unsere Gedanken ans einenwichtigeren Gegenstand, — nämlich auf unseren Pnh, zu lenkenbestimmt ist."
Obrist Howard, der seine Nichte nicht allein verehrte, sondern