Auswechselung!" riefBorrvngheliffe in der muntersten Laune; „nundenn, Sir, so laßt uns unsere Gläser füllen und ans eine baldigeWiedereinsetzung der beiden Partien in ihre gegenseitigen Rechtetrinke» — der Status gno ante bellum, meine Herren!"
„Das trinke ich von ganzem Herzen!" fiel der Obrist ei»,„und auch mein Cäcilchen und Miß Katharina werde» ihre Ein-stimmung mit einem sittsamen Damennippen bekräftigen, nichtwahr, meine schönen Mündeln? — Mr. Griffith, ich billige EurenVorschlag vollkommen, denn er wird nicht nur Euch selbst in Frei-heit setzen, sondern auch unser» Vetter, Herr Christoph Dillon,uns wieder znrückgeben. Kit hatte die Sache fein angesponnen!Ha, Borronghcliffc, cs war wirklich ein sinnreicher Plan — aberdas Kriegsglück stellte sich seinem Gelingen entgegen — und dochist's mir immer noch ein tiefes, unerklärliches Räthscl, wie Kitso ganz in der Stille und ohne den mindesten Lärm ans der Abteiwcggefnhrt werden konnte."
„Herr Christoph ist ei» Philosoph, der sich aufs Schweigenso gut, wie auf's Reden versteht," erwiedertc Borronghcliffe, „undwird wohl bei seinen Gesetzesstndien zn der Ueberzengnng gekom-men sein, daß es zuweilen nöthig ist, eine Sache sub silentioabznmachen. — Sie lachen über mein Latein, Miß Plowdcn —und in der That, ich muß gestehen, seit ich ein Bewohner diesesMönchssttzes geworden, fühlt sich mein bischen Gelehrsamkeit znganz ungewöhnlichen Anstrengungen ermuntert — ei der Tausend,Sie belieben gar noch mehr zn lachen! ich gebrauchte diesen Aus-druck absichtlich, weil das Schweigen in den Angen der Damendoch nicht sonderlich beliebt ist."
Katharina schien übrigens die Absicht des allem Anschein nachziemlich gereizten Offiziers nicht zn verstehen, denn, von demStrome ihrer eigene» Gedanken hingerissen, kicherte sie noch eineWeile leise vor sich hin, bis sie endlich ihrer drolligen Stimmungnicht länger widerstehen konnte, und in ein Helles Lachen ansbrach,