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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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die so wie du, Vetter Christoph, Seiner Majestät Rechte vcrthei-digcn, sind dort nur gar zu selten."

Wahrhaftig, theuerster Obrist, Eure Vorliebe schreibt mirEigenschaften z», welche ich in der Wirklichkeit nickt besitze," sprachDillou »ud scklug, vielleicht im Gefühle seiner wohlbewnßten Un-würdigkeit, jedenfalls aber mit vieler Demuth die Augen nieder;der kleine, leicht zu entschuldigende Kunstgriff"

Ha, ha! darin liegt ja gerade das Schöne von der Sache,"unterbrach ihn der Obrist, und bot ihm die Flasche mit der offenenMiene eines Mannes, der nie in seinem Leben Verstellung geübthatte;du sprachst ja keine Unwahrheit, gebrauchtest keinen niedri-gen Betrug, wie freilich jeder Hund, so niederträchtig er auch seinmag, ihn erfinden kann; du bedientest dich nur einer feinen, mili-tärischen, einer einer ja, einer klassischen List gegen deinenFeind! Klassische List! ja, ja, das ist das rechte Wort dafür; eineList, wie sie Pompejns oder Marcus Antonius, oder odernun, du weißt die Namen dieser alten Bursche besser als ich, Kit;aber nenne mir den geschecktesten Burschen, der in Rom oderGriechenland jemals gelebt, und ick sage, er ist ein Dnmmkopfgegen dich. Eine» ächten Spartanerstreich muß man's nennen,einfach und ehrlich!"

Es war ein wahres Glück für Dillon, daß die Aufregung sei-nes betagten Verwandten denselben während dieser ganzen Redemit Kopf und Körper in so beständiger Bewegung erhielt, daß derSchalnppcnsührer dadurch verhindert wurde, so wie er wollte, be-dächtig mit einer von Borroughcliffe's Pistolen nach Dillons Kopfezu zielen; vielleicht war auch das Schamgefühl, womit er seinHaupt auf die Hände herabneigtc, ein weiteres Mittel zur Rettungseines Lebens, indem dadurch dem alten Seemann in seiner Ent-rüstung Zeit zur Ueberlegnng gelassen wurde.

Aber Ihr habt noch nicht von den Damen gesprochen," be-gann Dillon nach augenblicklichem Stillschweigen;ich hoffe doch,

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