Druckschrift 
5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
328
Einzelbild herunterladen
 

328

Schote nachzulassen gibt; langer Tom, wen» sic bei schönemWetter einen alten Seemann windwärts kriegen*) wollen, nndlanger Tom Coffin, wenn sie mich von meinen Namensvet-tern ans den Inseln nmher unterscheiden wollen; denn ich glaube,der beste Mann unter ihnen wird von seinem Top bis zum Kielwohl nicht viel über einen Faden messen."

Ihr seid wahrlich ein äußerst ehrenwerther Geselle," riefBorrvugheliffe,nnd cs thnt mir aufrichtig leid, wenn ich denkenmuß, zu welchem Loose Euch Mr. Dillons Vcrrätherei konsignirthat."

Toms Argwohn, wenn er je welchen genährt hatte, war durchden freundlichen Empfang allzu wirksam eingeschläfert morden,als daß er durch dieses zweideutige Bedauern hätte geweckt wer-den sollen, nnd so seine Bekanntschaft mit dem vor ihm stehendenBecher erneuernd, begnügte er sich, in seiner zufriedenen Einfaltzu antworten:

Ich bin an Niemand konsignirt, habe keine andere Ladungals diesen Mr. Dillon, der mir dagegen Mr. Griffith austanschtoder selbst wieder als mein Gefangener auf den Ariel zurückgeht."

Ach, mein guter Freund! ich fürchte, wenn die Zeit zu dieserAuswechslung kommen wird, mochtet Ihr ihn weder zu dem Einennoch zu dem Andern geneigt finden."

Aber ich will verdammt sein, wenn er nicht Eins von Beidenthun will! meine Ordre lautet, ich soll darauf sehen, daß es ge-schieht: entweder geht er wieder zurück, oder Mr. Griffith, derfür seine Jahre ein so guter Seemann ist, wie nur je Einer einVerdeck betrat, kappt sein Tau ans diesem Ankergrnnde."

Borronghcliffe that, als ob er seinen Gefährten mit vielemMitleiden betrachte, eine Verstellung, die aber bei dem Schaluppeu-führer gänzlich verloren ging, da seine Nerven durch die wieder-holten Libationcn sich in der glücklichsten Spannung befanden, nnd

') Scherz mit Einem treiben.

D. U.