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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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sein Geist, wenn auch vielleicht aus dem nämlichen Grunde etwasaufgeregt, bei seiner durchaus arglosen Natur die Falschheit beiAndern nur sehr schwer begreifen konnte. Da der Kapitän be-merkte, daß er sich deutlicher erklären müßte, so erneuerte er sei-nen Angriff in geraderer Richtung.

Es thnt mir leid," begann er aufs Nene,Euch sagen zumüssen, daß Ihr nicht mehr nach dem Ariel znrückkehren dürft;Euer Kommandant, Mr. Barnstable selbst, wird noch in dieserStunde als Gefangener eingebracht werden, und Euer Schovnerist genommen, noch ehe der Morgen graut."

Wer will ihn nehmen?" fragte mit grimmigem Lächeln derSchalnppenführer, der übrigens durch diese Zusammenstellung an-gcdrohter Unglückssälle doch etwas beunruhigt zu werden anfing.

Ihr werdet Euch erinnern, daß Euer Schiff unmittelbar unterdem schweren Geschütze einer Batterie vor Anker liegt, welcbe denAriel in wenig Minuten in Grund bohren kann; allbercits ist einEilbote abgesendet, der den Batterie-Kommandanten mit demwahren Charakter des Ariel bekannt machen wird, und da sichauch ein Stnrm ans dem Ocean bereits aufgemacht hat, so istein Entkommen des Schiffes unmöglich."

Jetzt begann die Wahrheit und ihre nnglücksschwangeren Fol-gen mit einem Male aus das Gehirn des Schalnppenführers ein-zndringen. Er gedachte seiner eigenen Wetterprophezeihnngen undder hilflosen Lage des Schooners, der, während sein eigentlicherKommandant einer beinahe gewissen Gefangenschaft entgegenging,mit weniger als der Hälfte der gewöhnlichen Mannschaft unterdem Oberbefehle eines Knaben zurückgelassen worden war. DerTeller fiel von seinem Schooße aus den Boden; das Haupt aufdie Kniec gesenkt, das Gesicht mit seinen breiten Händen bedeckt,konnte der alte Seemann trotz aller Anstrengung seine tiefe Be-wegung nicht verbergen, sondern brach in ein lautes Heulen aus.

Für einen Augenblick gewannen bei Borroughcliffe die besseren