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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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Ich bin beordert, meine Damen, die Thüren dieser drei Zim-mer zn bewachen, denn wir haben Gefangene drin: in jeder an-deren Beziehung werde ich Ihnen pflichtschuldigst und nach Kräf-ten zu Diensten sein."

Gefangene!" rief Katharina mit verstellter Ueberraschnng;hält etwa Kapitän Borroughcliffe die Abtei St. Ruth für einenKerker! Welches Verbrechens sind die armen Leute schuldig?"

Weiß nicht, Mylady; es sind Seeleute, und so glaub' ichfast, sie sind dem königliche» Dienst entlaufen."

Sonderbar, in der That! und warum schickt man sie nichtin das Grafschasts-Gcfängniß?"

Das muß näher untersucht werden," fiel Cäcilie ein, und zogden Mantel von ihrem Gesichte.Als Herrin des HauseS habeich ein Recht, zn wissen, wen seine Mauern beherbergen; seid sogut und öffnet die Thnren, denn ich sehe, Ihr tragt die Schlüsselan Eurer Säbelknppel."

Die Schildwache zauderte. Die Anwesenheit so schöner Da-men imponirte dem Manne zwar gewaltig, aber doch mahnte ihnnoch immer eine innere Stimme an seine Pflicht. Plötzlich kamihm jedoch ei» glücklicher Gedanke, der ihn ans all' seiner Ver-legenheit riß und ihm zu gleicher Zeit erlaubte, den Wunsch odervielmehr den Befehl der Dame zu erfüllen.

Hier sind die Schlüssel, Mylady," sprach er, und händigte sieCäcilien ein;meine Ordre lautet nur, die Gefangenen drin zubehalten, nicht aber, Niemand hinein zu lassen. Sind Sie fertig,so habe» Sie die Güte, mir die Schlüssel wieder zuzustellen, undwär's auch nur, um einem armen Burschen, wie ich, die Augenzu schonen, denn so lange die Thüren nicht verschlossen sind, darfich nicht einen Blick davon abwenden."

Cäcilie versprach, den Schlüssel znrückzugebeu, »nd schon hattesie einen derselben mit zitternder Hand in's Schloß gesteckt, als