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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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Kind," fuhr er fort,hier und hier allein ist wahre Freiheit zufinden. Mit dieser feierlichen Versicherung, die nicht nur so leichthingeworfen, sonder» durch sechzigjährige Erfahrung erprobt ist,verlasse ich Sie jetzt, Miß Plowden. Lassen Sie's sich znm Ge-genstände des reiflichsten Nachdenkens dienen, denn ich kenne Ihreverrätherischcn Gefühle zu gut, um nicht zu wissen, daß Ihre po-litischen Jrrthümcr Sie in Ihren eigenen Schwächen noch ermn-thigen. Um Ihrer selbst willen, bedenken Sie Alles wohl, sowahr Ihnen nicht allein Ihr Glück, sondern auch Ihr Ruf undIhre Stellung in der Welt am Herzen liegen. Was die schwar-zen Hunde betrifft, von denen Sie sprachen, das ist eine Rotterebellischer, meuterischer, undankbarer Schurken, und sollte ichjemals einen der verdammten Schlingel-"

Der Obrist hatte seine Gefühle so weit im Zaume gehalten,daß er die Dame verließ, noch che er in die ermähnte» bitterenSännähnngen ansbrach; Katharina stand noch eine Minute undhorchte, den Zeigefinger an die Lippen gedrückt, ans seine Stimme,die in dem Gange allmählig verhallte, bis endlich eine ferne Thüreznging und Alles verstummte. Nasch schüttelte jetzt das mnth-willige Mädchen die schwarzen Locken ans dem Gesicht, und eincrzschelmischcs Lächeln, vermischt mit einem Ausdrucke des Mit-leids, zeigte sich in ihren Zügen, während sie mit flinke» Händ-chen das Theezeng unordentlich unter einander warf.

Vielleicht," begann sic mit sich selbst zu reden,war es eingrausamer Versuch, aber er ist gelungen. Wenn gleich selbst ge-fangen, sind wir wenigstens für den Nest dieser Nacht frei nndnns selbst überlassen. Diese gehcimnißvollen Seeleute müssen genaueransgesorscht werden. Wenn nicht Eduard Griffiths stolzes Augeunter der schwarzen Perücke des Eine» von ihnen hervorlenchtete,so müßte ich mich sehr schlecht ans Gesichter verstehen; und wo hatdenn Mr. Barnstable sein bezauberndes Gesicht versteckt? denn vonden Andern konnte es Keiner sein. Doch nun zu Cäcilien."