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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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Sind Sie unwohl, Miß Alice?" fragte Cäcilie Howard mitihrer fußen, besänftigenden Stimme;ja gewiß, Sie sind unpäß-lich: nehmen Sie meinen Arm, damit ich Sie auf Ihr Zimmerführe."

Haben Sie es nicht auch gehört, oder war es nur Einbil-dung ?" antwortete Jene mit todtenbleichen Wangen und wie vomFieber geschüttelt.Sagen Sie mir nur, haben Sie es nichtauch gehört?"

Ich hörte nichts als die Stimme meines Oheims, der nebenIhnen steht und, wie wir Alle, ängstlich wünscht, daß Sie sichbald von diesem schrecklichen Ansalle erholen möchten."

Immer noch schweifte Alicens wilder Blick von einem Gesichtznm andern. Ihr rastloses Auge musterte nicht nur ihre nächsteUmgebung, sondern haftete prüfend und mit beinahe wahnsinni-gem Eifer an der Gestalt und Kleidung der drei Männer, welchein demüthiger Entfernung dastandcn, und, still und unbewegt, gedul-dig diesem außerordentlichen Auftritte znsahen. Endlich bedecktesie die Angen mit beiden Händen, als ob sie eine schreckliche Er-scheinung von ihrem Geiste abwehren wollte, ließ ihre Arme dannwieder sinken, und winkte mit mattem Lächeln Cäcilie», »m sichvon ihr aus dem Zimmer führen zu lassen. Den anwesendenHerren für ihr höfliches und dienstfertiges Anerbieten nur durchBlicke und Geberden dankend, verließ sie das Gemach; als sieaber an den Schildwachcn, die in dem Gange ans- und abgingcn,vorüber war, und sich mit den beiden Mädchen allein sah, daschöpfte sie mit einem langen, zitternden Seufzer Athem, undfand endlich Worte für ihre Gcmüthsbewcgnng.

Das klang wie eine Stimme ans der Stille des Grabes!"begann sie,doch es konnte ja doch nur eine Täuschung sein. Ja,ja, das ist die gerechte Strafe dafür, daß ich dem Bilde derKreatur ausschließlich den Play einräumte, der eigentlich demSchöpfer gebührte! Ach! Miß Howard, Miß Plowden, Sie