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sind Beide jung — in der Blüthe der Schönheit nnd Lieblichkeit— ach, Sie kennen nnr wenig und furchten noch weniger dieVersuchungen und Jrrthümer einer sündigen Welt!"
„Ihre Gedanken sind irre!" flüsterte Katharina voll ängstlicherZärtlichkeit; „irgend ein schrecklichesUnglück hat ihrenGeist zerrüttet!"
„Ja wohl, so muß es sein; meine sündigen Gedanken gingenirre nnd beschworen Töne herauf — o es wäre schrecklich, wenn ichsie wirklich und dazu in diesen Mauern gehört hätte," antworteteAlice gefaßter; doch lächelte sie immer noch mit geisterhaftem Aus-druck, als ihr Blick auf die schönen, bekümmerten Mädchen fiel,die ihre znsammensinkende Gestalt zu stützen suchten. „Der Au-genblick der Schwäche ist vorüber nnd mir ist besser; führen Siemich auf mein Zimmer, meine Freundinnen, und kehren Sie dannzurück, damit der zwischen Ihnen nnd Obrist Howard wieder-hergestellte Friede nicht wieder gestört werde. — Ich fühle michjetzt wvhler, ja gewiß, ich habe mich vollkommen erholt."
„Nicht so, thenre Alice," entgegnete Cäcilie; „Ihre Mienewiderspricht den Versicherungen, die Ihre Güte gegen »ns Ihnencingibt; krank, ja sehr krank sind Sie, und selbst Ihre Befehlesollen mich nicht bewegen, Sie zu verlassen."
„So bleiben Sie denn," antwortete Miß Dnnscombe mit einemBlick des zärtlichsten Dankes gegen ihre liebliche Pflegerin; „undwährend unsere Katharina in das Gesellschaftszimmer zurückkehrt,um den Herren beim Thee die Honneurs zu machen, verweilt meinethenre Cäcilie bei mir, als freundliche Krankcnwärterin."
Mittlerweile hatten sie Alicens Zimmer erreicht, und nachdemKatharina die Kranke hatte zu Bett bringen helfen, kehrte sic be-sprochenermaßen »ach dem Gesellschaftszimmer zurück.
Bei ihrem Eintritt hielt Obrist Howard in seinem Verhörmit den Gefangenen inne nnd erkundigte sich mit freundlicher Be-sorgtheit nach der Kranken. Nachdem er die gewünschte Kundeerhalten, fuhr er in seiner Untersuchung weiter fort.
Der Lvotse. kl