Druckschrift 
5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
158
Einzelbild herunterladen
 

festen Blick auf die Fremdlinge, doch nur der Glanz von den Ge-wehren der Bewachungsmannschaft strahlte ihr entgegen. DieSeeleute traten übrigens ohne Begleitung ein; doch verkündigtedas Rasseln der Waffen und das schwere Niedersetzcn der Gewehr-kolben auf das steinerne Pflaster, daß man zur Vorsicht eine be-waffnete Macht bei der Hand behalten hatte, um die Fremdlinge,welche so heimlicher Weise auf das Gebiet der Abtei eingedrnngenwaren, gehörig zu beobachten.

Zwölftes Kapitel.

Kanonenfutter! Füllen einen GrabenSo gut wie bess're Leute.

Fallstaff in Heinrich IV.

Die drei Männer, die nun in das Gemach traten, schienentrotz ihrer groben, abgetragenen Matrosenkleidnng, die vielleichtkaum zuvor den strengsten Dienst mitgemacht hatte, durch die Ge-sellschaft der Anwesenden keineswegs eingeschüchtert zu sein. Schwei-gend gehorchten sie dem Fingerzeige des Offiziers, und nahmenihren Platz in einer entfernten Ecke des Zimmers, wie Leute, welchedie dem höheren Range schuldige Ehrerbietung wohl kennen, undzu gleicher Zeit durch langjährige Gewohnheit den Weclffelfällendes Lebens zu begegnen gelernt haben.

Nach dieser kurzen Vorbereitung begann Obrist Howard so-fort das beabsichtigte Verhör.

»Ich hoffe, ihr seid sämmtlich gute und getreue Unterthanen,"begann der alte Krieger mit wohlüberlegter Berücksichtigung ihrermöglichen Unschuld;doch die Zeiten sind jetzt so, daß selbst dieehrlichsten Männer einem Verdacht anheimfallen können, und dero-halben, wenn unsere Besorgnisse sich als irrig erweisen sollten,müßt ihr cs als ein Mißverständnis; übersehen, und unser Verfahre»einzig und allein der traurigen Lage, worein Rebellion diesesKönigreich gestürzt hat, zuschreiben. Wir haben vielen Grund