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Bursche," fing der Obrist an, als die Thüre sich hinter Dillongeschloffen hatte, „und ich hoffe es doch noch zn erleben, ihn imHermelinmanlel zu sehen; d. h. nicht buchstäblich, sondern nurfigürlich gesprochen, denn Pelzwerk würde sich mit Karolina'sheißem Klima nur schlecht vertragen. Ich hoffe, wenn einmal dieneuen Anstellungen für die unterworfenen Kolonien zur Sprachekommen, werde auch ich von Sr. Majestät Ministern zn Rathgezogen werden, und dann kann er sich fest ans meine kräftigeVerwendung zn seinen Gunsten verlassen. Glauben Sie nicht,Miß Plowden, daß er eine treffliche, unabhängige Zierde für dieGerichtsbank abgeben würde?"
„Ich muß mir nur seine eigenen verständigen Vorschriften zuNutze machen, Sir," sprach Katharina, und biß sich ein wenig indie Lippen, „und — erst die Zeugen darüber abwarten, ehe ich einUrtheil fälle. — Doch horch!" Die junge Dame wechselte plötzlichdie Farbe, und ihre Augen hefteten sich mit beinahe fieberischerGlut auf die Thüre. „Flink »nd rhätig ist er wenigstens gewe-sen; schon höre ich schwere Männertritte herannahen."
„Ha! wahrhaftig, er ist's; ja — die Gerechtigkeit sollte jederzeitnicht allein sicher, sondern auch rasch verfahren, dann erst könnteman sie vollkommen nennen; 's ist gerade wie bei einem Standrecht,wo die Trommel das Hauptwort spricht, was, beiläufig gesagt,eine Art von Justiz ist, wie sie das Herz sich nicht prompter wün-schen kann. Wenn Sr. Majestät Minister bewogen werden könnten,besagtes Recht in den aufrührerischen Kolonien einznfnhren-"
„Horch!" fiel Katharina mit dem Tone der tiefste» Seelen-angst ein; „sie sind ganz nahe!"
Der Schall von Fußtritten war jetzt in der That so deutlichzu vernehmen,- daß der Obrist sich dadurch bewogen fand, dienäheren Erläuterungen über seinen Regiernngsplan für die Kolo-nien anfznschieben. Bald drangen die Tritte der Nahenden auf demsteinernen Pflaster des langen, niederen Ganges noch vernehmlicher