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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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Zehntes Kapitel.

Nur Güte glänzte irr dem milden Blick.

Der, heiter, zärtlich, Alles schien zu lieben.

Worauf er seine sonn'gen Strahlen wandte.

Ob ihre Züge Hebc's Lust erhellte.

Ob auch ein Schatten lieblich sie bedeckte: ^

Stets war ihr Blick voll Ausdruck, so voll lseele.Daß Einer mit dem Andern eifernd. JederDen Nächsten übcrbot mit süßem Glanze.

Gcrtrudc von Wyoming.

Der westliche Flügel des Herrenhauses oder der Abtei zuSt. Ruth (wie das Gebäude abwechsluugsweise genannt wurde,)zeigte nur noch wenige Spuren von seiner ursprünglichen Be-stimmung. Die ober» Gemäeber waren zahlreich, aber klein, understreckten sich zu beiden Seiten eines langen, niederen und dunkelnKorridors; sie mochten wohl der Schwesterscbaft, welche einst diesenTheil des Gebäudes bewohnt haben sollte, zu Schlaszellen gedienthaben. Das Erdgeschoß dagegen war säst schon ein Jahrhundertfrüher, wie man es damals nannte, modernisirt worden, und hattevon seinem cigenthümlichen Charakter nur noch so viel übrig behalten,um dem, was man zu Anfang von Georgs des Dritten Regierungfür comfortable hielt, auch noch den Glanz des Ehrwürdigen zu leihen.

Seitdem das Gebäude seine frühere heilige Bestimmung gegeneine neuere, weltlichere vertauscht hatte, war dieser Flügel stets fürdie Herrin des Hauses bestimmt worden, und so behielt auch ObristHoward, als er der Besitzer von St. Ruth wurde, diese Einrich-tung bei, bis die Gemächer, welche zur Bequemlichkeit und nachdem Wunsche seiner Nichte ansgestattct worden waren, sich im Laufeder Ereignisse zum wirklichen Gefängnisse für sie verwandelten. Daübrigens selbst bei der Strenge des alten Veteranen seine Tu-genden ebenso oft als seine Schwächen hervortraten, so war diese