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„Bravo, mein hochverehrter Herr! ein trefflicher Grundsatz,und wie ein lichter Soldat habt Ihr ihn ansgesprochen. — Dochich habe, seit ich hier im Qnartier bin, so viel von der Liebens-würdigkeit der Damen in der Abtei erzählen Horen, das; ich einheftiges Verlangen fühle, die Schönheit im Bnnde mit einer Loya-lität zu sehen, die jene sogar veranlaßt,!, lieber ans ihrem Ge-burtslande sich zu flüchten, als ihre Reize der rohen Bewerbungder Rebellen preiszngeben.
Der Obrist sab ernst, eine Weile sogar finster vor sich hin,doch bald wich dieser Ausdruck des Mißvergnügens ans seinenZügen und machte einem Lächeln erzwungener Fröhlichkeit Platz,während er sich zugleich munter von seinem Stuhle erhob.
„Noch heute Abend," rief er, „in diesem Augenblick noch sollt IhrEinlaß finden, KapitänBvrrongheliffe. Wir sind dieß Euren Dienstenhier sowohl als im Felde schuldig, und diese widerspenstigen Mädchensollen nicht länger ihren Eigensinn durchsetzen. Sind's doch beinaheschon zwei volle Wochen, seit ich meine Mündel selbst nicht mehrgesehen, und meine Nichte habe ich mährend dieser ganzen Zeit nurzweimal zu Gesicht bekommen. — Christoph, ich überlasse denKapitän hiemit deiner Sorgfalt, während ich selbst im Klosternm Einlaß nachsnchen werde — wir nennen nämlich jenen Theildes Gebäudes das Kloster, weil unsere Nonnen darin wohnen!— Und somit, Kapitän Bvrroughcliffe, werdet Ihr meinen früh-zeitigen Aufbruch von der Tafel entschuldigen."
„Ei, so macht doch nicht so viel Umstände, Sir; Ihr laßt jaeinen trefflichen Stellvertreter zurück," rief der Offizier, undwarf dabei einen flüchtigen Blick ans Mr. Dillons schwächlicheGestalt, worauf sein Auge alsbald wieder fest an der Flasche haf-tete. „Den beiden Klausnerinnen meinen tiefsten Respekt, thener-ster Obrist; sagt ihnen Alles, was Eure eigene treffliche Phan-tasie noch weiter zur Rechtfertigung meiner Ungeduld erfinden