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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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mit mehr Schwierigkeit und größerem Zeitverlust, als wir unstm Voraus gedacht hatten."

Aber Ihr habt ja den Lootsen nicht mit Euch gebracht," Ver-ses,te der Kapitän,und ohne ihn ist jede Mühe, jedes Wagnis;,das wir unternommen, umsonst verschwendet."

Hier ist er," antwortete Griffith, bei Seite tretend, unddeutete nach dem Manne, der bis an's Kinn in seine grobe Jackecingcknöpft, und das Gesicht von dem herabqeschlagenen Randeeines großen, in langem und hartem Dienst stark mitgenommenenHutes beschattet, kalt und ruhig hinter ihm stand.

Dieser!" rief der Kapitän;da muß ein trauriges Mißver-ständnis; obwalte» dieß ist nicht der Mann, den ich so gerneerblickt hätte, und nimmer kann ein Anderer seine Stelle ansfüllcn."

Kapitän Mnnsvn!" sprach der Unbekannte in leisem, ruhigemTone,ich weis; zwar nicht, wen Ihr erwartet habt; falls Ihr aberdes Tags nicht ganz vergaßt, wo statt jenes Zeichens der Tyrannei,das dort über Euren Hackbord hinanshängt, eine ganz andereFlagge znm ersten Mal im Winde entfaltet wurde, dann werdet IhrEuch auch der Hand noch erinnern, welche jene Flagge aufsteckte."

Schafft Licht herbei!" rief hastig und fast athemlos derKommandant.

Die Laterne wurde gebracht, und dem Lovtsen unter's Gesicht gehal-ten, so das; der volle Schimmer des Lichts auf seine Züge fiel. KapitänMnnsvn sah vor sich ein ruhiges, blaues Auge, das fest seinem ei-gene» Blicke begegnete, und ein stilles, bleiches Gesicht, das beredterals alle Worte zu dem staunenden Veteranen sprach. Er erschrakund entblößte unwillkürlich seine Silbcrlvcke» vor dem Fremden.

Er ist es!" rief er,aber, Gott, wie so ganz verändert!"

Damit seine Feinde ihn nicht erkennen mögen," unterbrachihn plötzlich der Lootse, führte den Kapitän sachte bei Seite, undfuhr in leisem Tone fort:und auch seinen Freunden soll er nochso lange unbekannt bleiben, bis die Stunde geschlagen haben wird."

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