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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
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Still!" unterbrach ihn der Lootse,wir nähern uns demSchiff; sorgt, daß wir es in Eintracht betreten!"

Nach diesen Worten warf er sich wieder auf seinen Sih zu-rück, und obgleich Griffith bei dem Gedanken, daß sie Alle durchdie Unwissenheit oder Verrätherei seines Gefährten der höchstenGefahr ansgeseyt sein könnten, von mancherlei Besorgnissen er-füllt wurde, so bemeistcrte er seine Bewegung doch in so weit,daß er still schwieg, und so bestiegen sie denn das Schiff schein-bar im besten Einvernehmen.

Schvn trieb die Fregatte aus de» höher gehenden Wogen, diemit einer jeden Augenblick sich wehrenden Heftigkeit ans demOccan in die Bai hereinströmten; immer aber hingen ihre Ober-segel noch schlaff von den Raaen herab, denn der leichte Wind,der fortwährend von Zeit zu Zeit sich vom Lande her erhob, warzu schwach, um die schwere Leinwand des Scgelmerkes zu füllen.

Während Grisfith und der Lootse die Fallreepstreppe empor-stiegen, war ringsum kein anderer Laut zu vernehmen, als dasschwere Anschlägen der Wogen gegen die massiven Büge des Schiffsund der schrille Ton der Bovtsmannspfeife, welche die zur Be-grüßung des ersten Lieutenants und seines Begleiters ans derFallreepstreppc ausgestellte Mannschaft wieder znrückrief. Nach-dem auch dieser Ton verklungen war, herrschte wieder die Stilledes Grabes über den Hunderten, welche diesen mächtigen Banerfüllten, doch waren sie, trotz der finsteren Nacht, die draußenherrschte, dem Auge der Kommenden vollkommen sichtbar, denndas Licht von einem Dutzend großer Laternen, welche an verschie-denen Punkten der Verdecke anfgehängt waren, ließ nicht nurdie einzelnen Personen in der Menge unterscheiden, sondern reichteselbst noch hin, um die Mischung von Neugier und Angst, welcheans den meisten Gesichtern zu lesen war, genau zu erkennen.

Zahlreiche Gruppen von Herumstehenden, deren Gesichtszügedeutlich sichtbar waren, hatten sich auf den Gangen, um denDer Lootse. 3