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kann; aber Ihr mußt ihr nnr immer Ranm zum Wenden geben,denn sie überholt Alles, gerade als ob sie selbst den Wind nber-segeln wollte."
Der Lootse horchte mit geübtem Ohr, während Griffith dieEigenschaften des Schiffes aufzählte, das er ans einer höchst ge-fährlichen Lage herauszuzieheu im Begriff war. Nicht eine Sylbeging bei ihm verloren, nnd als Griffith geendet hatte, bemerkte ermit jener Kälte, welche sein ganzes Wesen so auffallend bezeichnete:
„In einem engen Kanal ist dieß eine gute, aber auch eineschlimme Eigenschaft bei einem Schiff. Ich fürchte fast, heuteNacht möchte es eher das Letztere sein, denn wir werden dasSchiff znm größten Theil im Schlepptau führen müssen."
„Ich denke, wir müssen unfern Weg mit dem Senkblei heraus-findcu?" fragte Griffith, aufmerksamer werdend.
„Wir werden Beides — Bleilots) nnd Augen nöthig haben,"erwiederte der Lootse, der unvermerkt wieder in den gewohnten Tondes Selbstgesprächs verfiel. „Ich habe wohl schon manches Schiffin noch finsterer Nacht, als eben heute, hier aus- nnd eiugefuhrt,doch nie mit größerer Waffertiefc als dritthalb Faden."
„Dann, beim Himmel, seid Ihr nicht der Mann, um diesesSchiff zwischen solchen Klippe» und Untiefen hindurchzusteuer»!"rief Griffith. — „Ihr Leute von den leichteren Schiffen kennt euerWasser nie genau, denn nur der tiefe Kiel pflegt seinen Kanal zufinden. — Lootse, Lootse! habt Acht, daß Ihr in Eurer Unwissen-heit nicht ein leichtsinniges Spiel mit uns treibet, denn es ist eingefährliches Unternehmen, mit Feinden auf gut Glück zu wagen."
„Junger Mann, Ihr wißt weder wem, noch was Ihr droht,"antwortete jetzt in tiefem Ernst der Lootse, während er immernoch seine frühere kalte Ruhe behauptete. „Ihr vergeht, daß nichtich, sondern Ihr noch einen Höheren über Euch habt."
„Das kommt Alles darauf au, in welchem Grade Ihr EuchEurer Pflicht entledigt," rief Griffith; „denn wenn —"