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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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lichkeit erwarten, so könnt Ihr dessen von unserer Seite znmVoraus versichert sein."

Und woher wißt Ihr, daß ich dessen bedarf?" fragte derLootse mit einer Stimme, welche all' den besehlshaberischcn Stolzverloren hatte, der während seines Gesprächs mit Barnstablc sobefremdend hcrvorgetreten war, und jetzt mir noch kalte Gleich-gültigkeit gegen den eben besprochenen Gegenstand kund gab.

Nun," versetzte Grissith,für einen Landsmann von unssprecht Ihr zwar ein recht gutes Englisch; doch habt Ihr inEurer Betonung ein gewisses Brr-r, das der Zunge eines trans-atlantischen Eingeborenen ziemlich schwer werden würde."

Es liegt wenig daran, wo ein Mann geboren wurde, oder wieseine Aussprache beschaffen sein mag/' antwortete kalt der Lootse,wenn er nur treu ist, und seine Pflicht gehörig erfüllt."

Es war vielleicht ein Glück für die beiden Sprechenden, daßdaS hereingcbrochene Dunkel unterdessen zur völligen Finsternis;geworden war, denn so entging dem Blick des Lootsen das ver-ächtliche Lächeln, das über die schönen Züge des jungen Offiziershinschwebte, während er cntgegnete:

Allerdings, das bleibt die Hauptsache, das; er, wie Ihr sagt,treu seiner Pflicht gehorche. Doch müßt Ihr, wie schon Barn-stable bemerkte, Euch trefflich ans Euren Weg verstehen, wennIhr in einer Nacht, wie die heutige, mit heiler Haut durch dieseKlippen und Untiefen dnrchkommen wollt. Wißt Ihr wohl, wieviel Faden O wir haben?"

Wir haben noch Frcgattentiefe, und ich werde darauf bedachtsein, uns immer bei vier Faden zu erhalten; weniger als Ließwürde Gefahr bringen."

O, unsere Fregatte ist ein treffliches Fahrzeug!" antworteteGriffith,und gehorcht ihrem Steuer so pünktlich, wie nur einSeesoldat beim Exerziren die Augen seines Unteroffiziers bewache»

') Faden ist ungefähr das Maah unseres Klafters 6 Fuß.

D. N.