18
Hobe auf die Acugstlichkeit seines Zuhörers ciueu heilsamen Ein-druck gemacht und schickte sich an, in seinen Fragen weiter fort-znfahrcn; doch die auffallende Unruhe des Fremden bewog ihn,sein Schweigen noch einige Augenblicke fortzusetzen, bis er endlich,zu seinem größten Erstaunen, bemerkte, daß, was er bis jetzt fürBeängstigung gehalten, nichts als ein Versuch gewesen war, einenheftigen Ansbruch des Lachens, der den Jüngling zu befallenschien, mit Gewalt zu unterdrücken.
„Nnn, bei allen Wallfischen des Meeres," rief Barnstable,„Ihr seid sehr zur Unzeit lustig, junger Herr. Es ist schon schlimmgenug, wenn man zn einer Zeit, wo ein Sturm vor unfern Augenheranfzieht, in einer Bai, wie diese, vor Anker gehe» muß, undich brauche dann wahrlich nicht noch zu landen und mich voneinem Bürschchen auslachen zn lassen, das nicht einmal Kraftgenug hat, einen Bart zn tragen, wenn es einen solchen hätte,während ich nur gleich die offene See gewinnen sollte, um Leibnnd Seele vor Verderben zn bewahren. Doch nur gemach — ichwerde schon noch mehr von Euch und Euren Späßen erfahren,wenn ich Euch erst auf meinem Schooner habe — dann sollt Ihrmich, so lange unser Kreuzen noch dauert, nach Herzenslust ansdem Schlafe kichern."
Nachdem der Kommandant des Schooners also geschlossen,näherte er sich dem Fremden mit drohender Miene; doch der An-dere beugte sich furchtsam vor seinem ansgestreckten Arme zurückund rief mit einer Stimme, worin wirklicher Schreck plötzlich alleLustigkeit verscheucht hatte:
„Barnstable! thenrcr Barnstable! könntest du mir Etwas zuLeide thnn!"
Bei diesem unerwarteten Anruf fuhr der Offizier einigeSchritte zurück, rieb sich die Augen, warf die Mütze vom Kopfnnd rief endlich:
„Was hör' ich! was seh' ich! Dort liegt der Ariel - da