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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
572
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Der Wind wehte oft stürmisch auf diesem See, aber leichte Luft-züge vom Lande her waren Alles, was uns dieser Art gespendetwurde. Wir gehörten zu den Ersten, die sich im Freien und aufdem obern Decke nach Bornen zeigten,- ein Raum, wo dieReisenden sich gern einzustellen pflegten, da er sie in den Standsetzt, vorwärts zu schauen.

Hier zog alsbald eine Person unsere ganze Aufmerksamkeit aufsich, ein alter Mann, dessen Haar bereits schneeweiß war. SeinGang aber, seine Bewegungen und seine ganze Haltung deutetenauf Physische Kraft und Muskelthätigkeit. So alt er war, under mußte über achtzig Jahre alt sein, schritt er aufrecht, wieein Jüngling, einher. Seinem Wüchse nach war er mehr als mitt-ler Größe, und seine Bewegungen waren ruhig und würdevoll.Seine Tracht war sehr einfach, schwarz und der Sitte des Tagesangemessen. Die Farbe seines Gesichts und der Hände aber, sowiedie kühnen Umrisse des Gesichts und das stets noch scharfe, ruhe-lose, schwarze Auge bezeichneten den Indianer.

Wir hatten also einen gesitteten rothen Mann vor uns, undes ward uns sogleich klar, daß er ein ehemaliges Kind der Wildensein müsse, welchem sich die Wahrheiten des Evangeliums erschlos-sen hatten. Man nimmt selten Anstand, einen Indianer anzureden,und wir begannen ein Gespräch mit uuserm ehrwürdigen Reisege-fährten, ohne auf die gewöhnlichen Förmlichkeiten und Umschweifesehr zu achten.

Guten Morgen, Herr! Wir erfreuen uns eines herrlichenWetters auf dem See!"

Ja, gut Wetter," versetzte mein rother Gefährte, indemer kurz und abgebrochen wie der Indianer redete, aber die Worteso aussprach, als wäre er lange au die Sprache gewöhnt.

Diese Dampsboote find eine köstliche Erfindung für die west-lichen Seen, wie die Eisenbahnen für dieses große Binnen-Gebiet.Ich denke wohl, Ihr dürstet Euch der Zeit noch erinnern, wo es