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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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Seite
573
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etwas Seltenes war, wenn man irgend em Fahrzeug auf demErie-See zu Gesicht bekam, und in diesem Augenblicke könnte man,glaube ich, fünfzig zählen."

Ja, große Veränderung, große Veränderung, Freund, Alles anders, als alte Zeit."

Die Ueberlieferungen Eures Volkes lassen Euch ohne Zweifelall' dieß sehen und fühlen."

Der Ausdruck der Liebe war der vorherrschende in den Ge-sichtszügen dieses rothcn Mannes. Er mochte seine stets noch spre-chenden Augen auf Menschen oder Dinge richten, so drückte sichThcilnahme und Liebe darin aus, und dieser Ausdruck war soentschieden und eigenthümlich, daß er uns sogleich anzog und unsmehr und mehr an den alten Häuptling fesselte, je länger wir inseiner Nähe waren.

Als wir jedoch unsere Anspielung aus die Ueberlieferungenseines Volkes laut werden ließen, wechselte jener Ausdruck undeine Wolke flog über das Antlitz. Dieser Wechsel war jedochebenso vorübergehend, als er ihn plötzlich überkommen hatte,und der wohlwollende, milde Blick kehrte so rasch wieder, als erverschwunden war.

Es schien, als wollte er diesen unwillkürlichen Ausdruck einesschmerzlichen Rückblicks auf die Vergangenheit dadurch sühnen, daßer mir so offen entgegen kam, als dieß nur möglich war.

Meine Ueberlieferung sagen ziemlich viel," lautete die Ant-wort.Sie sagen Gutes, sie sagen Schlimmes."

Darf ich fragen, welchem Stamm Ihr angehört?"

Der rothe Mann wendete seine Augen so freundlich auf mich,als wollte er das Herbe, das vielleicht in der Verweigerung einerAntwort lag, mildern, und in seinen Zügen spiegelte sich einWohlwollen, deßgleichen ich mich nicht erinnere, je gesehen zu ha-ben. Ja, wir könnten mit aller Wahrheit sagen, die Liebe, welchegewöhnlich in den Zügen dieses alten Mannes glänzte, habe Alles