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zu kommen. Jetzt durchflogen wir diesen Raum in drei kleinenStunden und speisten in einer Stadt von etwa sünfzehntausendEinwohnern zu Mittag.
Zwanzig Stunden, nachdem wir den Wagen bestiegen hatten,erreichten wir Buffalo. Diese Reise würde in jenen Tagen, welchenunsere Erzählung angehört, eine ganze Woche in Anspruch genom-men haben. Jetzt verschmolz dieses ganze schöne Gebiet, mitStädten und Dörfern bedeckt und mit reichen Fluren geschmückt,durch die Raschheit der Reise gleichsam in eine einzige Landschaftzusammen.
Von Buffalo wendeten wir uns seitwärs, um den „Wasser-fall" zu besuchen. Auch dahin führte uns eine Eisenbahn. DreißigJahre waren verflossen, seit wir dieses Wunder der Natur zumletzten Male gesehen hatten. Während dieses Zeitraumes warenwir viel gereist und hatten viele der berühmten Wasserfälle deralten Welt gesehen, deren nicht zu gedenken, welche in andernTheilen unseres eigenen Landes gefunden werden. Hat dieser Be-such unsere Erwartungen getäuscht? Haben Zeit, vorgeschritteneJahre, oder die durch Erfahrung geschwächten Gefühle den Anblickminder ergreifend, minder großartig, oder minder erfreulich gemacht,als wir ihn zu finden hofften?
Nichts weniger als das. Alle unsere Erwartungen wurdenmehr als befriedigt. In einer Hinsicht — und wir erinnern unsnicht, daß irgend ein Reisender dieses Umstandes gedacht hätte —waren wir über die ungemeine Herrlichkeit des Niagara wahrhaftentzückt, wir meinen den Charakter der Lieblichkeit, wenn wir esso nennen dürfen, welcher die ganze, glänzende Scene überglühte.Nickt sowohl das Großartige des Wassersalls, als seine erhabeneLieblichkeit und Anmuth bezauberte uns.
Wir hatten uns so lange an den Anblick bewegten und auf-geregten Wassers gewöhnt, daß dieß vielleicht dem Gefühle desSchreckens, welcher sich des Neulings solcher Scenen wohl bemach-