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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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machte dieß einen mir geringen Unterschied, denn die Gegenständewaren auf keine wesentliche Entfernung hin sichtbar. Der Häupt-ling regelte die Eile, welche mäßig, aber gleichförmig war. Nachder Geschwindigkeit, mit welcher er entlang lief, konnten sic eineStunde brauchen, um den See zu erreichen, fast diese ganze Zeitaber mußten sie inmitten der Feinde hinbringen!

Die Hälfte der eben erwähnten Zeit verstrich, ohne daß dieFlüchtlinge in irgend einer Weise beunruhigt worden wären. Siewaren jetzt vor der Stelle, wo Gershom und le Bourdon bei ihremfrühern Abenteuer an der Mündung des Flusses ihre Canoes ver-steckt hatten. Das Ufer bot aber jetzt einen ganz andern Anblickdar. Damals brannte das Feuer hell in der Hütte, und man konntebei seinem Lichte die Wilden sehen. Jetzt war Alles nicht nur dun-kel, sondern still wie das Grab. Kein Geschrei, kein Ton, ja, keinFußtritt war zu hören. Selbst in der Luft schien eine gewisse Un-sicherheit und deren Tochter, die Besorgniß, zu wehen.

Als sie sich dem Punkte, welcher als der gefährlichste auf derganzen Fahrt gelten konnte, näherten, ließen sie die Canoes dichterzusammentreten, so daß le Bourdon und Gershom in gedämpftemTone miteinander sprechen konnten. Man beobachtete die größteVorsicht, daß nicht das geringste Geräusch hörbar wurde, denn dasleise, unvorsichtige Aufschlagen eines Ruders auf der Seite der Ca-noes würde sie in diesem Augenblick unfehlbar verrathen haben.

Margaret und Dorothea waren ihrer Gefühle nicht mehr mäch-tig. Beide erhoben sich von ihren Sitzen und blickten über denRand ihrer Canoes. Sie flüsterten sogar einander zu, und bemüh-ten sich, durch gegenseitige Theilnahme ihren Mnth zu stärken.

Jetzt nahte der entscheidende Augenblick.

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