entscheidende Schritt zwang die Uebrigen zu folgen oder sich vonihren Gefährten zu trennen. Sic wählten das erstem.
Hätte le Bourdon mehr Selbstbeherrschung bewährt, und wäreer noch eine kleine Weile in dem Verstecke geblieben, so würde erwahrscheinlich jeder bedrohlichen Gefahr, der er nun zu begegnengcnöthigt war, entgangen sein.
Obgleich es unter den Pflanzen viele offene Fahrwege gab,standen sic nicht immer miteinander in Verbindung, und cs wurdenothwcndig, die Canoes durch kleine verwachsene Stellen zu drän-gen, um aus einem in den andern zu gelangen, wobei jedoch dieRichtung nach dem See hin stets im Auge behalten wurde.
Bei dem ersten Versuche, durch ein solches Dickicht zu dringen,erregte die Bewegung der Spitzen der Pflanzen die Aufmerksam-keit eines Spähers an dem Ufer. Dieser Indianer thcilte durchein verabredetes Zeichen seine Entdeckung einem Eanoe mit, wel-ches die Stelle eines Wachtbootcs vertrat, und alsbald waren dieganze Wachtlinie und die Häuptlinge in dem Shanty, an derMündung des Flusses in lebhafter Bewegung. Das wilde Ent-zücken, mit welchem man, nach so langem Harren, diese Nachrichthörte, war nicht mehr zu bändigen, und ein furchtbares Gellen undSchreien, das von den beiden Ufern, sowie von dem Flusse selbsthcrkam, erfüllte die Luft.
Die Weißen in den Canoes glaubten alle, jeder fernem Aus-sicht auf Rettung entsagen zu müssen, als sie dieses Geschrei hör-, ten. Nicht so Peter. Statt einer Besorgniß Raum zu geben, riefer seine ganze geistige Kraft zu Hilfe. Während le Bourdon fastder Verzweiflung nahe war, lauschte Peter's feines, geübtes Ohr,um sich der Punkte auf dem Flusse zu vergewissern, wo das Gellenlaut wurde. Wegen der Ufer war er außer Sorge. Die Gefahrdrohte von Seiten der Canoes. Mittelst der Schärfe feiner Sinneüberzeugte sich der Häuptling rasch, daß vier Canoes auf demWasser waren, und daß sie durch diese sich Bahn brechen oder derDer Bieneniäger. 35