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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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werden konnte. Taubenflügel hatte eine Karte von dem Kalamazooin seinem Kopfe und schien nie in Verlegenheit, wo er den Platz,welchen er suchte, finden sollte. Allerdings hatte er seit seinerfrühesten Kindheit diese Lichtungen nach allen Seiten durchstreift,und der Indianer kommt selten an einer Stelle vorüber, welcheihm nach seinen Sitten nützlich zu werden verspricht, ohne sich ihreEigenthümlichkeiten in einer Weise zu merken, daß sic ihm in demrechten Augenblicke zuverlässig dienstbar wird.

Während Margaret sich jetzt ganz der Hoffnung hingab, fühlteder Bienenjäger sich von Besorgnissen bedrängt. Sie sah Allesrosenfarben, denn sie war jung, glücklich und unschuldig, er aberwußte sehr wohl, daß der ernsteste Augenblick ihrer Flucht jetzt her-annahc. Er kannte die Wachsamkeit der amerikanischen Wilden,und konnte sich über das höchst Bedenkliche ihrer Lage nicht täu-schen. Die Mündung des Flusses war unter allen Punkten geradeder, welcher gewiß am sorgfältigsten bewacht wurde, und um davorüber zu kommen, war nicht nur Geschicklichkeit und Muth,sondern auch die schützende Hand der Vorsehung nothwendig. Eskonnte wohl gelingen, aber die Wahrscheinlichkeit sprach sehr da-gegen.