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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
524
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Unsere Flüchtlinge hatten sich in so hohem Grade gehütet, einFeuer anzuzünden, daß sie lieber in der Nacht gekocht hatten, wo-bei sie die größte Vorsicht beobachteten, daß inan das Feuer nichtsah, und daß es, lange ehe der Tag graute, wieder ausgemachtwurde. Ein Vorrath kalten Fleisches war stets zur Hand, undwenn dieß nicht der Fall gewesen wäre, würden sich die Flüchtlingemit Beeren begnügt, oder, im Nothfalle, gefastet haben, denn Alleswar dem Ungemach, in Gefangenschaft zu gerathen, weit vorzu-ziehen.

Sobald die Gesellschaft ihr Frühstück eingenommen hatte, wur-den Anstalten getroffen, um sich durch Schlaf zu stärken. Tauben-flügel hatte, nach indianischer Weise, ungemein viel gegessen, dennnur eine gehörige Menge Wildprct konnte seinem Appetit genügen.Als er gegessen hatte, legte er sich ans den Boden seines Canoesund entschlief.

Die Uebrigen sorgten für eine ähnliche Anordnung, und einehalbe Stunde nach dem Frühstücke lagen Alle in tiefem Schlaf.Eine Wache hielt man nicht für nöthig, und sie wurde nicht aus-gestellt.

Die Ruhe des Müden ist köstlich. Viele Stunden vergingen,ehe die Gesellschaft erwachte, sobald der Chippewa aber sich rührte,waren Alle auf den Füßen. Die Sonne stand bereits tief, und eswar Zeit, daß man an das Mahl dachte, welches die Kräfte stärkensollte, um den Arbeiten und Mühen einer zweiten anstrengendenNacht entgegen zu treten.

Dieß geschah, und alle Vorbereitungen zum Aufbruche warengetroffen, ehe die Sonne untcrging. Die Canoes wurden jetzt bisan die Mündung des Kanals hinausgeschafft. Hier machte manHalt, und eine Berathung fand statt, in welcher Weise vorzu-schreitcn sei.

Sobald die Schatten des Abends den Fluß einhüllten, setztendie Flüchtlinge ihre Reise fort. Der Himmel war mit Wolken be-