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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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So kam cs mir auch vor, Chippcwa. Die Indianer müssendort in großer Anzahl versammelt sein, und es durste uns nichtleicht werden, an ihnen vorüber zu kommen. Wie gedenkt Ihr esanzufangcn?"

Gehen bei Nacht hinein. Kein ander Weg. Wenn nicht sehenkann, das gut. Dort eine Menge Rohr, das gut Ding und unsvielleicht helfen. Rohr guter Schutz für Eanoe. Hoffen auch,wenn wir dort hinabkommcn, erhalten mehr Scalp. Gewiß vielPottawattamie um die Hütte dort, und cs sehr hart, wenn nichterhalten Scalp von ihm. Ihr doch anhalten und Cache aufgrabenwollen, he, Bourdon?"

Die ruhige und, wenn wir so sagen dürfen, gcmüthliche Art,wie der Chippewa seine Absicht laut werden ließ, hatte wenigstensdie Wirkung, daß der Biencnjäger in seiner Zuversicht und in sei-nem Vertrauen noch mehr bestärkt wurde. Er konnte die Gefahrnicht für sehr bedeutend halten, so lange ein so erfahrner Mannwie Taubenslügel mit so vieler Vcrlassigkeit ans sein künftiges Thunschaute.

Nachdem der Bienenjäger sich noch eine kleine Weile mitdem Indianer besprochen hatte, suchte er Margaret auf, um ihrden gebührenden Antheil an seinen eigenen Hoffnungen mitzu-theilen.

Die Schwestern bereiteten eben das Frühstück. Dieß geschah,ohne daß sie sich des Feuers bedienten, da es zu gefährlich gewesenwäre, Rauch über die Wipfel der Bäume aufsteigcn zu lassen.Durch den Ranch sind schon sehr viele Lager entdeckt worden, dennman sieht ihn auf eine große Entfernung, und es ist stets ein sicheresZeichen der Anwesenheit von Menschen, wenn er in kleinen Win-dungen oder sänlenartig cmporwirbelt. Dieser Ranch ist sehr ver-schieden von den Wolken, welche über brennende Prairien qualmenund wallen, und deren Entstehung der Indianer sogleich zu deutenweiß.