Siebenundzwanzigstes Kapitel
Der Faun, der Satyr ist stets dienstbereit.Schickst du ihn aus, sei nah' es oder weit,
Im halben Schlaf den Hasen zu erhaschen:Den Adler in dein Nest zu überraschen.
Eh' auf das Lamm er stürzt in Thalesgründen;Mit Zauberkraft den Hirten zu umwinden,Ihn lehrend, den verlornen Weg zu finden.
Keats.
^kan wird es ganz natürlich finden, daß die Gesellschaft,welche Peter in den Canoes znrückgelasscn hatte, sich in einem Zu-stande großer Unruhe und Besorgniß befand. Die Entfernung zwi-schen dein Shanty und ihrem jetzigen Verstecke betrug kaum mehrals eine Viertelmeile, und trotz des dichten Waldes, der sie umgab,hatte das Gellen der Wilden ihr Ohr oft erreicht. Diese Nähe waran sich schon schrecklich, aber die Ungewißheit, in welcher le Bour-don in Bezug auf Peter's wirkliche Gesinnungen schwebte, mußteseine Unbehaglichkeit in hohem Grade steigern. Er wußte natür-lich nur wenig von der großen Umwandlung, welche die Gefühledieses geheimuißvollen Häuptlings überkommen hatte, auch ist esnicht wahrscheinlich, daß er im Stande gewesen wäre, sie zu wür-digen , hätte er jener Thatsache sich auch ganz versichert. UnserHeld war mit den Grundlehrcn des Christeuthums sehr wenig be-kannt, und würde es wahrscheinlich für unmöglich gehalten haben,daß eine so große Veränderung in dem Gemüth eines MenschenPlatz greifen könne, wenn man ihm die wahre Sachlage erörterthätte. Er würde gewiß ohne Weiteres zugegeben haben, daß mitGottes Beistand Nichts unmöglich sei, ebenso leicht aber dürfte ergeneigt gewesen sein, den Einfluß seines heiligen Geistes, wie er indiesem besondern Falle sich kundthat, in Abrede zu stellen, und zwar