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30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
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und nahmen Anstand, einen so begabten Mann zu kränken. Wa»wa-nosh gab sich daher der Hoffnung hin, die Gattin würde sichmit dem Gatten entfernen dürfen. Seine Erwartung wurde ver-eitelt. Wir haben gesehen, welche Wirkung die Arglist des Wieselshervorbrachte.

In diesem Gemüthszustande war Peter, als er die Schaar beiden zuletzt erwähnten Scencn traf. Seine ganze Aufmerksamkeitwar dem Benehmen des Missionärs zugewendet. Hundertmal hatteer Krieger die furchtbarsten Flüche gegen ihre Feinde ansstoßenhören, hier hatte er aber zum ersten Male Gelegenheit, einenMann zu sehen, welcher seinen letzten Athem dazu benützte, denSegen ans die herabzuflehen, welche ihn verfolgten.

Anfangs war Peter verblüfft. Dann äußerten die erhabenenLehren ihren Einfluß, und sein Herz war von dem, was er hörte,tief ergriffen. Einerseits wäre es Anmaßung, sagen zu wollen, inwie weit der heilige Geist diese besseren Gefühle kräftigte, währendes andererseits nicht minder anmaßend wäre, wollte man die Mög-lichkeit, ja, die Wahrscheinlichkeit in Abrede stellen, daß die mäch-tige Veränderung, welche Petcr's Herz so plötzlich überkommen,einem Hähern, als dem menschlichen Einflüsse beizumcssen sei.

Wir wissen, daß dieser erhabene Geist in einzelnen Fällenseine Macht und reiche Fülle kund that, und cs ist kein hinreichen-der Grund vorhanden, anzunehmen, dieser Wilde sei einer so aus-gezeichneten Gnade nicht gewürdigt worden, sobald sein Herz sichedeln, menschlichen Gefühlen zugänglich zeigte. Dieselben Eigen-schaften , welche ein solches Wesen veranlassen konnten, den wilden,schwärmerischen Rache- und Wiedervcrgeltnngsplan, der nun seitJahren alle seine Gedanken, wachend und schlafend, beschäftigte,zu verwirklichen, konnten ihn unter besserer Leitung der göttlichenGnade höchst würdig machen. Ein tiefes Rachcgefühl lag dieserscheinbaren Barbarei zu Grunde, und was uns als wilde Grau-