Druckschrift 
30 (1854) Der Bienenjäger, oder die Eichen-Lichtungen : Roman
Entstehung
Seite
478
Einzelbild herunterladen
 

Eichenast's auf diese sehr einleuchtend waren. Der Gedankedaran übergoß ihn mit kaltem Schweiß, denn so entschlossen erauch war, sah er Schmerzen entgegen, welche die menschliche Kraftkaum zu ertragen vermag.

Bei diesem Stande der Dinge und in der Stimmung, in wel-cher er sich befand, nahm er seine Zuflucht zu einem Auskunfts-mittel, von welchem er oft gehört hatte, und das sich ihm, wie erglaubte, hilfreich erweisen konnte. Er wollte nämlich die Wildenmit Schmähungen überhäufen, und durch Hohn und Spott in ei-nem solchen Grade erbittern, daß es einige der schwächeren Gliederdes Stammes veranlaßt, ihn auf der Stelle zu tödten.

Da der Korporal, mit der Aussicht auf die jungen Bäumeunmittelbar vor seinen Augen, bei dieser Gelegenheit ziemlich vielGeistesgegenwart bewies, wollen wir einiger seiner Ausfälle er-wähnen.

Nennt ihr euch Häuptlinge und Krieger?" begann er ziem-lich laut und kühn.Ich nenne euch Squawe. Unter euch ist keinMann. Hunde wäre der beste Name für euch. Ihr seid elendeIndianer. Vor langer Zeit kamen die Blaßgesichter in zwei oderdrei kleinen Canoes hierher. Es waren ihrer nur eine Handvoll,und ihr wäret zahlreich wie die Prairien-Wölse. Man hörte euerBellen in dem ganzen Lande.

Nun, was that diese Handvoll Blaßgesichter? Sie triebeneure Väter vor sich her, bis sie im Besitze der besten Jagdgründewaren.

Kein Einziger von euch, wie Viele eurer hier sind, ist je andie Küste des großen Salzsees hinabgekommen, er hätte denn Be-sen oder Körbe verkauft, und daun kroch er dort herum, wie derWolf um das Schaf kriecht.

Ihr habt vergessen, wie Austern schmecken. Eure Väter hattenderen mehr, als sie essen konnten, keiner von euch hat aber je einegekostet, die Blaßgesichter speisen sie alle. Wenn ein Indianer um